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Eintracht Frankfurt v Hertha BSC - Bundesliga
Frankfurts Trainer Armin Veh war vor allem mit der zweiten Hälfte unzufrieden © Getty Images

Frankfurt am Main - Nach dem Remis zwischen Frankfurt und Berlin gibt es gefühlt zwei Verlierer. Frankfurts Trainer moniert den Leistungsabfall, Hertha trauert den vergebenen Chancen hinterher.

Ein Remis - und gefühlt zwei Verlierer. 

Nach dem 1:1 (1:0) zwischen Eintracht Frankuft und Hertha BSC hingen hüben wie drüben die Köpfe.

Kopfschüttelnd führte Torgarant Alexander Meier seine Teamkollegen von Eintracht Frankfurt in die Fankurve. Für Frankfurt fühlte sich das Remis durch ein spätes und unnötiges, aber nicht unverdientes Gegentor an wie eine Niederlage.

© SPORT1

Hertha statt Frankfurt Sechster

"Wir hätten hier auf den sechsten Platz springen können, aber leider haben wir es verpasst, ein zweites Tor zu machen", sagte Meier, der die Frankfurter am Sonntag mit seinem vierten Saisontor (22.) von einem weiteren Heimsieg hatte träumen lassen. Vladimir Darida (82.) verhinderte das, und die Hertha geht als Tabellensechster aus der englischen Woche.

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Eintracht Frankfurt v Hertha BSC - Bundesliga
Makoto Hasebe will es nicht wahrhaben: Frankfurt verspielte den Sieg © Getty Images

Ein angesäuerter Eintracht-Trainer Armin Veh beklagte vor allem den Leistungsabfall seines Teams nach der Pause: "Wir standen in der zweiten Halbzeit viel zu tief."

Veh weiter: "Anstatt aufs 2:0 zu gehen, haben wir viel zu leicht die Bälle verloren. Wir waren nicht aggressiv. Wieso die Aggressivität in der zweiten Halbzeit gefehlt hat, kann ich mir nicht erklären."

"Am Ende müssen wir sogar froh sein"

Meier stimmte ihm zu: "Am Ende müssen wir sogar froh sein, dass wir das Tor nicht früher bekommen haben - sonst verlieren wir das noch", sagte der Stürmer. So aber sei der Saisonstart mit immerhin neun Punkten aus sieben Spielen "weder gut noch böse", wie sein Mitspieler Marco Russ feststellte.

Meiers Zopf-Kollege Russ, der die Führung per Kopfballverlängerung vorbereitete, beklagte das Fehlen von Stürmer Haris Seferovic: "Wenn wir keine Entlastung schaffen, kommen wir unter Druck. Da fehlt vorne Haris, der die Bälle hält. Wir konnten die Konter nicht zu Ende spielen."

Seferovic' Ersatzmann Vaclav Kadlec blieb bis zu seiner Auswechslung glück- und wirkungslos.

Hertha-Coach Dardai lobt Moral

Die Berliner konnten mit dem Punkt besser leben - bis auf Trainer Pal Dardai. "Es hat lange gedauert, aber das sah nach Fußball aus ", sagte der Ungar, "wir müssen solch ein Spiel auch mal gewinnen. Das ist die nächste Stufe."

Dardai lobte seine Elf für die couragierte zweite Hälfte: "Die Jungs haben Moral gezeigt. Die Torchancen müssen wir nächstes Mal besser nutzen."

Ibisevic glücklos - Sonderlob für Darida

Vor allem vor der Pause hatte Hertha mehrmals die Führung oder den Ausgleich auf dem Fuß - in Person von Torjäger Vedad Ibisevic. Der Bosnier zeigte sich dementsprechend enttäuscht: "Heute hat es nicht sein sollen. Schade für die Mannschaft. Den Punkt haben wir uns aber verdient."

Anstatt Ibisevic traf immerhin noch Darida, der von Manager Michael Preetz ein Sonderlob erhielt "Taktgeber" sei der Tscheche, "unser Herz", so der Manager.

Im Gegensatz zu Ibisevic zeigte sich Preetz zufrieden - vor allem beim Blick auf die Tabelle. "Die elf Punkte nimmt uns niemand mehr. Nach sieben Spielen kann man von einem guten Saisonstart sprechen", erklärte der ehemalige Stürmer.

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