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Douglas Costa kontert Arjen Robben
Douglas Costa kam im Sommer für 30 Millionen von Schachtjor Donezk zum FC Bayern © Getty Images

München - Nach Arjen Robbens Kritik meldet sich Bayern-Star Douglas Costa selbst zu Wort: Er schlägt die Warnung in den Wind - und verlässt sich auf die Worte des Trainers.

Vermutlich hatte es Arjen Robben nur gut gemeint, als er Douglas Costa nach dem 3:0-Sieg des FC Bayern gegen Leverkusen auf die feinen kulturellen Unterschiede zwischen Brasilien und Deutschland aufmerksam machte.

Der Niederländer kritisierte seinen Mitspieler für ein brotloses Kabinettstückchen in der Schlussphase der längst entschiedenen Partie und erklärte dem jüngeren Kollegen, dass er sich mit derartigen Aktionen schnell unbeliebt machen könne.

Weil Robben mit seinem Ratschlag aber nicht nur das Vier-Augen-Gespräch, sondern auch die Öffentlichkeit suchte, brachte er Costa unfreiwillig in Erklärungsnöte.

Costa: "Ich werde es wieder machen"

"Es wird viel darüber geredet, was ich mit Robben nach dem Spiel besprochen habe", stöhnte Costa nun am Mittwoch am Rande des Trainingslagers der brasilianischen Nationalmannschaft und erklärte: "Er hat mir geraten, mit solchen Tricks im deutschen Fußball vorsichtig zu sein, da die Zuschauer und die gegnerischen Spieler so etwas nicht mögen."

Anschließend habe er sich höflich bei Robben für die Unterweisung bedankt - ihm aber auch zu verstehen gegeben: "Ich werde es wieder machen, wenn ich die erneute Chance auf so eine Aktion habe. Ich denke, das ist ein Teil des Spiels und ein Teil des brasilianischen Fußballs."

Für Matthias Sammer stelle die Situation ebenfalls "überhaupt kein Problem" dar, wie der Sportvorstand des Rekordmeisters am Donnerstagabend vor dem Testspiel bei Jahn Regensburg bei SPORT1 betonte: "Arjen hat ihm einen dezenten Hinweis gegeben, wie eine gegnerische Mannschaft so etwas aufnehmen könnte. Douglas hat auch schon geantwortet, dass er es respektiere, aber er nun mal so ist." Damit sei das Thema erledigt gewesen.

Rückendeckung gab es auch vom Trainer: "Pep Guardiola lässt mir 100-prozentigen Freiraum. Er verlangt sogar von mir, so zu spielen, wie ich es tue. Er hat mich für so etwas geholt."

Costa lobt Guardiola

Von einem Kulturschock ist de facto bislang bei Costa auch nichts zu spüren.

Der 24-Jährige, der im Sommer von Schachtjor Donezk nach München gewechselt war, hat sich auf Anhieb in Herzen der bayerischen Fans gespielt. Was laut Costa auch am Vertrauen des Trainers liegt: "Guardiola hat mir gesagt, ich solle die Lücke schließen, die die Verletzung von Franck Ribery gerissen hat. Er will, dass ich Vollgas gebe."

Vor allem lobt der Shooting-Star die Ansprache und die taktische Arbeit von Guardiola: "Es ist ein großes Vergnügen, mit ihm zu arbeiten." Ein Vergnügen, das man dem Brasilianer eben auch auf dem Platz deutlich anmerkt.

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