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Peter Knäbel sollen vertrauliche Dokumente aus dem Auto gestohlen worden sein
Peter Knäbel ist seit Oktober 2014 als Direktor Profifußball beim HSV tätig © Getty Images

Im Fall des verschwundenen Rucksacks mit sensiblen Dokumenten von HSV-Sportdirektor Peter Knäbel gerät offenbar die Finderin ins Visier polizeilicher Ermittlungen.

In der "Rucksack-Affäre" um Sportdirektor Peter Knäbel vom Hamburger SV gibt es offenbar eine überraschende Wende.

Laut Medienberichten ermittelt die Hamburger Polizei gegen die Finderin des Rucksacks mit vertraulichen Papieren. Im Zuge der Ermittlungen "sowie einer anonym verfassten E-Mail" habe sich "ein Anfangsverdacht des Diebstahls" gegen die Frau ergeben, zitiert Bild Polizeisprecher Andreas Schöpflin.

"Der Vorgang ist zur Prüfung der Staatsanwaltschaft Hamburg übersandt worden", so Schöpflin weiter. Auf SPORT1-Nachfrage wollte der Lagedienst der Polizei Hamburg die Meldung unter Berufung auf den Datenschutz nicht bestätigen.

Die 38-Jährige hatte die Dokumente laut eigener Aussage Anfang August im Jenischpark nahe der Elbe gefunden. Zu den Unterlagen zählten auch Gehaltslisten des HSV. Knäbel hatte erklärt, dass ihm sein Rucksack mit den sensiblen Daten gestohlen worden war.

In einer am Dienstagabend auf der Homepage veröffentlichten Stellungnahme reagierte auch der HSV auf die neuen Entwicklungen.

"Auch die unabhängige Untersuchung der vom HSV beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft widerspricht den Erkenntnissen der Polizei nicht", erklärte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer: "Die jetzt vorliegenden Ergebnisse bestätigen unsere anfängliche Vermutung, dass eine Straftat gegen uns begangen wurde und stützen das gegenüber Peter Knäbel ausgesprochene Vertrauen."

Die bisher als Finderin geltende Frau wehrt sich gegen die Beschuldigungen. "Ich bin unschuldig und werde jetzt für meine Ehrlichkeit bestraft. Ich habe das Gefühl, der HSV sucht einen Schuldigen und die Polizei will einen Erfolg vorzeigen", sagte sie der Bild-Zeitung.

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