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SV Darmstadt 98 v Werder Bremen - Bundesliga
Sandro Wagner spielte 2010/11 für Werder Bremen © Getty Images

Darmstadt - Matchwinner Sandro Wagner schießt die Lilien gegen Bremen fast im Alleingang zum Sieg. Dabei blickt der Stürmer auf kein gutes sportliches Jahr zurück.

Sandro Wagner schickte gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz.

"Es war kein Zufall, dass wir gewonnen haben", sagte der Matchwinner des Fußball-Bundesligisten Darmstadt 98 nach dem 2:1 (1:1) gegen Werder Bremen: "Das ist das Ergebnis harter Arbeit. Wir wollen in der Liga bleiben." Ausgerechnet Wagner.

Noch vor ein paar Wochen stand die Karriere des Ex-Bremers, der den Aufsteiger mit seinen beiden Toren (31., Foulelfmeter und 84.) zum ersten Bundesliga-Heimsieg seit über 33 Jahren geführt hatte, mächtig auf der Kippe. "Bei Hertha BSC durfte er im Training auf das leere Tor schießen", sagte Lilien-Trainer Dirk Schuster.

"Genau unser Beuteschema"

"Sandro hat prima in unser Beuteschema gepasst - wir haben zugegriffen, weil er uns sehr schnell klar gemacht hat, dass er sich beweisen will." Erst Anfang August wechselte der 27-Jährige, U21-Europameister von 2009, aus Berlin zu den Hessen, die in der Liga für Wirbel sorgen

"Wir haben mit viel Leidenschaft, viel Herz und sehr viel Willen gespielt", äußerte Schuster nach dem Flutlichtspiel vor 17.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor. Mit neun Zählern aus sechs Spielen stehen die Darmstädter glänzend da.

"Das ist wichtig für die Moral. Wir haben gegen sehr gute Gegner Punkte geholt", sagte Wagner, der vor fünf Jahren in 30 Spielen das Werder-Trikot getragen hatte und noch immer Freunde im Klub hat. Hofft er zumindest: "Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist - aber zumindest vor dem Spiel war das so."

So oder so: Wagner ist sicher, dass nun jeder seiner neuen Teamkollegen verstanden hat, "dass er gut genug ist für die Bundesliga und sich nicht verstecken braucht. Jeder freut sich wie ein Schnitzel - so muss es weitergehen."

Am kommenden Sonntag erwartet die Lilien in Dortmund ein "absolutes Bonusspiel", sagte Wagner: "Wir können befreit aufspielen. Wenn wir was holen, ist das super. Wenn nicht, fahren wir eben ohne Punkte nach Hause."

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