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SPORT1-Experte Thomas Strunz analysiert die Krise bei Borussia Mönchengladbach. Er sieht vor allem Trainer Lucien Favre gefordert, um dem Team wieder den Weg zu zeigen.

Hallo Fußball-Fans,

die Gründe für die Talfahrt von Borussia Mönchengladbach sind vielfältig. Nach fünf Niederlagen fehlt es natürlich am Selbstbewusstsein, die Beine werden schwer und es wird einfach viel mehr nachgedacht.

Dass es der Mannschaft an der Einstellung fehlt, ist für mich allerdings populistischer Unsinn. Vielmehr funktionieren in so einer Situation viele Abläufe nicht mehr so wie in der Vergangenheit.

Auffällig ist etwa, dass die Kompaktheit aus der Vorsaison in allen Bereichen verloren gegangen ist - sowohl im Zentrum, als auch auf der Doppel-Sechs und den Außenpositionen.

In dieser Negativspirale ist jetzt ganz klar der Trainer gefordert ist. Lucien Favre hat die Aufgabe, das System an die Spieler anzupassen und nicht sein System durchzuziehen.

Genau da sehe ich ein Hauptproblem der Gladbacher: Es gibt überhaupt keine vertrauten Positionen mehr, weil Favre schon in den ersten Spielen sehr viel gewechselt hat.

Favre muss sich aber auf seine elf oder zwölf Spieler festzulegen, auf denen die Mannschaft aufgebaut wird. So gibt er Spielern das Vertrauen, auch einmal einen Fehler machen zu können.

Im Moment versteht die Mannschaft teilweise die Personalentscheidungen des Trainers nicht. Das sorgt für weitere Unruhe und Diskussionen. Eine ganz gefährliche Lage, in der sich eine Eigendynamik entwickeln kann.

Lucien Favre ist als akribischer, detaillierter Arbeiter bekannt. Er hat der Mannschaft in der Vergangenheit den richtigen Weg aufgezeigt. Darauf wartet das Team jetzt auch.

Bis demnächst,

euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Berthold ab.

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