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Für den SPORT1-Experten sind die Probleme von Borussia Mönchengladbach hausgemacht. Das System des Trainers überfordere die Spieler. An deren Einstellung liege es nicht.

Borussia Mönchengladbach steht nach fünf Niederlagen zum Saisonstart noch ohne Punkt am Tabellenende. Aus Sicht von Thomas Strunz ist nun vor allem der Trainer gefordert.

"Lucien Favre hat die Aufgabe, sein System den Spielern anzupassen. Ein Josip Drmic wurde für zehn Millionen geholt, spielt aber gar keine Rolle. Lars Stindl wird zentral defensiv eingesetzt. Tony Jantschke spielt immer wieder auf anderen Positionen - so etwas ist dann irgendwann auch innerhalb der Mannschaft schwer zu vermitteln", sagte der Europameister von 1996 im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Der Schweizer müsse nun schnell eine Stammelf finden: "Die große Herausforderung für ihn wird nun, die Mannschaft wieder auf seinen Weg zurückzubringen. Er muss jetzt schnell elf, zwölf Leute finden, denen er in den nächsten Wochen das Vertrauen schenkt", so der 47-Jährige weiter.

Die Mannschaft sei außerdem sichtlich verunsichert: "Bei Mönchengladbach ist die Kompaktheit in allen Bereichen verlorengegangen. Im Zentrum, auf der Sechs und auf den Außen wurde viel rotiert. Und durch die fünf Niederlagen ist auch klar, dass das Selbstvertrauen nachlässt, die Beine schwer werden und viel mehr nachgedacht wird."

Ein Einstellungsproblem sieht der SPORT1-Experte allerdings nicht: "Wenn das Thema Einstellung angesprochen wird, dann ist das für mich populistischer Unsinn. Es entwickelt sich einfach eine Negativspirale, aus der man nur schwer herauskommt."

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