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Köln - Auch mit neuem Trainer reicht es für Hoffenheim nur zu einem müden Remis. Der Niederländer lässt so spielen wie immer - und darf sich beim Schiri bedanken.

Auch unter Feuerwehrmann Huub Stevens hat TSG Hoffenheim den Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga verpasst. Mit viel Glück erkämpfte die TSG nach einer schwachen Vorstellung beim 1. FC Köln aber immerhin ein 0:0. Mit sieben Punkten aus elf Spieltagen bleibt Hoffenheim im Tabellenkeller, der FC steht mit 15 Zählern im Mittelfeld. 

Das Unentschieden bringt beide Teams nicht weiter, die nach vorne erschreckend harmlosen Hoffenheimer blieben aber erstmals seit dem dritten Spieltag (0:0 bei Aufsteiger Darmstadt 98) ohne Gegentreffer - auch weil Schiedsrichter Günter Perl bei einem vermeintlichen Handspiel von Tobias Strobl nicht auf Elfmeter entschied.

Diskussionen um vermeintliches Handspiel

"Mehr Hand geht nicht. Aus 50 Metern habe ich es gesehen. Hand wird in Köln etwas anders bewertet, ist o.k. so. Darauf werden wir uns einstellen und bald auch etwas mehr mit der Hand spielen", schimpfte FC-Coach Peter Stöger.

Sein Gegenüber wollte das Thema dagegen nicht thematisieren und war mit seinem Einstand zufrieden: "Es ist ein kleiner Schritt. In Köln darf man nicht ins offene Messer laufen. Eine Spitzenmannschaft führt hier zur Halbzeit. Das sind wir noch nicht. Wenn der letzte Pass kommt, sind wir auf einem guten Weg. Der Teamgeist war in Ordnung, auf dem Platz und auf der Bank."

Mauer-Taktik gegen harmlose Kölner

Köln war am Samstag das deutlich bessere und gefährlichere Team, scheiterte aber wie zuletzt immer wieder an seiner eklatanten Abschlussschwäche. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Stevens ließ sein Team wie gewohnt äußerst defensiv agieren. Die beiden Stürmer Eduardo Vargas und der Ex-Kölner Mark Uth griffen meist erst kurz vor der Mittellinie an und zogen sich bei Kölner Ballbesitz weit zurück.

© SPORT1

Der FC, der die vergangenen drei Pflichtspiele jeweils ohne eigenen Treffer verloren hatte, erwischte den deutlich besseren Start gegen verunsichert wirkende Hoffenheimer. Insbesondere über den Ex-Hoffenheimer Anthony Modeste und Philipp Hosiner sorgte der FC für Gefahr. 

Bei der ersten Kölner Torchance profitierten die Gastgeber aber von einem Aussetzer von Niklas Süle, der den Ball als letzter Mann an Hosiner (13.) verlor. Der Österreicher scheiterte jedoch im Eins gegen Eins an TSG-Keeper Oliver Baumann. Auf der Gegenseite musste FC-Torhüter nur einmal zugreifen, als er gegen Vargas (24.) rettete.

Modeste als Chancentod

Der ehemalige Kölner Coach Stevens war am Montag als Nachfolger des glücklosen Markus Gisdol vorgestellt worden. Gisdol musste seinen Posten nach dem schlechtesten Bundesliga-Start der Vereinsgeschichte mit sechs Punkten aus zehn Spielen räumen. (Alle Daten zum Spiel im Datencenter)

Im zweiten Durchgang erhöhte der FC den Druck, und immer wieder sorgte Modeste für Gefahr. Doch der Franzose schoss entweder über das Tor (48., 64.) oder scheiterte an Baumann (57., 65.).

Während Hoffenheim nicht von seiner defensiven Ausrichtung abwich, drängte Köln auf das erlösende 1:0. Yuya Osako scheiterte aber an Baumann (77.), zuvor hatte der eingewechselte Kevin Kuranyi auf der Gegenseite knapp am Tor vorbei geköpft (75.). 

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