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SPORT1-Experte Thomas Strunz sieht im Volkswagen Doppelpass die unausgereifte Spielweise als Hauptgrund für Stuttgarts Probleme - und spricht auch über Bayerns Guardiola.

Hallo Fußball-Fans,

die unausgereifte Spielweise ist meiner Meinung nach die Hauptursache für die Probleme des VfB Stuttgart. Die Mannschaft ist taktisch zu offensiv ausgerichtet. Sie forcieren zu sehr das Spiel nach vorne, die Balance ist nicht da.

Dann werden sie im gegnerischen Stadion ausgekontert. Das darf einer Bundesliga-Mannschaft einfach nicht passieren. Irgendwann fängt auch die Mannschaft an, zu überlegen, ob das richtig ist.

Und beim Stand von 3:1 wie jetzt in Leverkusen erwarte ich auch von der Mannschaft auch, dass sie eigenverantwortlich und intuitiv entscheidet.

Jürgen Klopp ist mit dem System, das Alexander Zorniger in Stuttgart spielen lässt, zwar Deutscher Meister geworden. Man muss jedoch die Spieler und einen Plan B und Plan C haben. Mein Eindruck ist, dass Stuttgart keine Alternativpläne hat.

Ganz anders sieht das beim FC Bayern aus. Die Offensive ist unglaublich stark besetzt. Wenn ich in jedem Spiel 75 Prozent Ballbesitz habe, brauche ich mich mit der Defensive nur beschränkt beschäftigen.

Und wenn der Gegner keine so hohe Qualität wie zum Beispiel Arsenal hat, dann können die Bayern eben auch mehr Risiko gehen wie nun beim Sieg über Köln.

Natürlich möchten die Bayern mit Trainer Pep Guardiola verlängern. Es wird noch mal versucht, den Trainer emotional an die Mannschaft zu binden.

Ich bezweifle jedoch, dass das eine Auswirkung auf seine Entscheidung hat. Ich schätze Guardiola als sehr sachlichen Typ ein, wenn es um die eigene Karriereplanung geht.

Und die Trainerfrage bei 1899 Hoffenheim? Dass es dort Unzufriedenheit gibt, ist klar. Die Frage ist, wer über die Trainerposition entscheidet. Ist das Alexander Rosen (Sportdirektor, Anm. d. Red.) oder doch Dietmar Hopp (Mehrheitseigner, Anm. d. Red.)?

In der Regel ist es so, dass Rosen das nicht alleine entscheidet. Ich finde es logisch, dass das Treffen zwischen den Hoffenheimer Spielern und Dietmar Hopp nach außen gedrungen ist.

Wenn du als Spieler zu Hopp eingeladen wirst, dann sprichst du im Vorfeld mit einigen Leuten darüber.

Der Sieg von Hertha BSC in Ingolstadt wiederum war ein Arbeitssieg. Solche Spiele gibt es eben auch, in denen du ein Tor machst und dann hinten drinstehst. Hertha steht nicht zu Unrecht so weit oben in der Tabelle - sie sind unangenehm zu bespielen.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Berthold ab.

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