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Ingolstadt und Frankfurt am Main - Nach dem vierten Spiel in Folge ohne Sieg herrscht in Frankfurt Ernüchterung. Der Trainer warnt vor einem Absturz. Kapitän Russ wählt deutlichere Worte.

Armin Veh war bedient. Die 0:2 (0:0)-Niederlage bei Aufsteiger FC Ingolstadt hatte ihm die Laune verdorben. 

"Ich habe vorher gesagt, dass es für uns ein wichtiges Spiel ist. Aber anscheinend haben wir das nicht gemerkt. So wie wir gespielt haben, war das viel zu wenig und enttäuschend", wetterte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge. 

Angesichts des Negativtrends richtete Veh den Blick bereits auf die unteren Tabellenregionen. "Man sollte sich nach der Leistung schon Sorgen machen. Jetzt muss man sehr wachsam sein", mahnte der Eintracht-Coach nach dem Absturz auf Rang zwölf.

Sollte Augsburg am Sonntag (17.30 Uhr LIVE bei SPORT1.fm und im LIVETICKER) etwas Zählbares aus Leverkusen entführen, beträgt der Rückstand zu den Abstiegsrängen nur noch vier Zähler.

"Erschrocken von unserer Leistung"

Mehr als die Punktekonstellation macht den Frankfurtern derzeit jedoch die eigene Verfassung zu schaffen. "Ich bin vor unserer Leistung erschrocken", schimpfte Kapitän Marco Russ am Sky-Mikrofon. "Wir waren klar unterlegen und haben heute die Pfiffe der Fans verdient."

Stellvertretend für die Frankfurter Formkrise stand am Samstagnachmittag Torwart Lukas Hradecky. Der Neuzugang im Eintracht-Kasten, der in den vergangenen Spielen noch mit einigen Paraden geglänzt hatte, fabrizierte vor dem 0:2 eine Slapstick-Einlage und ermöglichte Stefan Lex so den Siegtreffer. 

Es war der erste wirkliche Fehler der Nummer eins in dieser Saison, doch selbst er lässt sich mittlerweile anstecken vom fahrigen Auftreten seiner Vorderleute. Veh kündigte eine schonungslose Analyse der Niederlage an: "Wir werden über das Spiel sprechen, das hat mir heute überhaupt nicht gefallen."

Gut möglich, dass die Aussprache ausgiebiger ausfällt. Jetzt ist erstmal Länderspielpause und nach den EM-Quali-Spielen empfängt die Eintracht das wiedererstarkte Mönchengladbach. 

Wahrscheinlich wird Veh erneut vor einem richtungsweisenden Spiel warnen müssen.

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