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München und Zuzenhausen - Der neue Trainer von 1899 Hoffenheim hat mit seiner Mannschaft bis zu seiner Premiere beim 1. FC Köln noch viel vor. Es stehen vor allem Einzelgespräche auf dem Programm.

Mit krächzender Stimme, aber klaren Vorstellungen hat Huub Stevens seinen neuen Job als Trainer von 1899 Hoffenheim angetreten.

"Das ist keine leichte Aufgabe. Ich glaube, dass der Kader diese Tabellensituation nicht gewohnt ist", sagte der stark erkältete Niederländer am Dienstagnachmittag auf der Pressekonferenz zu seiner Präsentation und ergänzte: "Ich glaube, dass die Mannschaft dort unten nicht hingehört."

Der 61-Jährige soll die Kraichgauer in den verbleibenden 24 Partien von Platz 17 aus zum Klassenerhalt führen.

Erst Einzelgespräche, dann Taktik

Und bis zu seiner Premiere am Wochenende beim 1. FC Köln hat der Nachfolger des erst am Montag entlassenen Markus Gisdol noch viel vor: "Ich habe den Jungs schon gesagt, dass es nicht erst am Samstag, sondern schon heute richtig losgeht."

Stevens will sich in den nächsten Tagen erst einmal "ein eigenes Bild machen und die Spieler kennenlernen" und sich danach um Taktik und Spielweise kümmern.

"Es geht darum, die Spieler genau das spielen zu lassen, was sie können", erklärte er dazu. Es gehe ihm dabei auch "nicht um jüngere oder ältere Spieler", sondern nur "um Qualität und Ergebnis".

"Kann das nicht alleine schaffen"

Stevens weiß, dass es nur gemeinsam geht: "Man kann dort unten nicht alleine rauskommen, sondern alle Beteiligten müssen ein Team werden. Ich kann das auch nicht alleine schaffen."

Zum Start seiner ersten öffentlichen Trainingseinheit scharte er sein Team deshalb zunächst weit weg von den zahlreichen Kiebitzen in einem Kreis um sich und schwor die Spieler ein. Danach ging es mit einigen koordinativen Übungen weiter, ehe der Ball ins Spiel kam.

Der neue Coach war dabei immer nah dran - und sich auch nicht zu schade, zwischendurch selbst die Hütchen aufzustellen.

Nagelsmacher übernimmt im Sommer

Sportdirektor Alexander Rosen ist sich sicher, dass Stevens, der einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten hat, den Verein vor dem Abstieg bewahren wird: "Wir haben in dieser Situation einen Mann mit Erfahrung gesucht, der eine Mannschaft aufrichten kann. Dafür ist Huub Stevens die perfekte Lösung", meinte der 36-Jährige.

Im Sommer wird dann Julian Nagelsmann für ihn übernehmen. Der erst 28-Jährige betreut bislang das U19-Team der TSG.

"Nagelsmann ist die Zukunft, Stevens ist die Gegenwart und wir hoffen, dass wir mit ihm wieder in die Erfolgsspur kommen", sagte Rosen zu seiner Personalentscheidung.

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