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Zirniger
Alexander Zorniger gewann mit dem VfB Stuttgart in dieser Saison nur eines von acht Bundesligaspielen © SPORT1/Getty Images

Für SPORT1-Experte Thomas Strunz ist die öffentliche Kritik von VfB-Trainers Alexader Zorniger an Youngster Timo Werner gefährlich. Er mache sich dadurch angreifbar.

Liebe Fußballfreunde,

Anscheinend haben die Gladbacher endlich vom ersten in den fünften Gang geschaltet. Auch wenn sie beim 2:0 gegen Wolfsburg viel Glück hatten, denn für mich war es ein typisches 0:0-Spiel.

Trotzdem: Die Mannschaft denkt nicht mehr so viel nach und spielt mutiger. Das Sicherheitsdenken ist nicht mehr so ausgeprägt.

Ich glaube, es musste einfach eine Veränderung her. Dieses Zaudern von Lucien Favre hat das Team nicht mehr mitgetragen. Man darf die Gruppendynamik dabei nicht unterschätzen. Wenn Führungsspieler merken, mit dem Trainer geht es nicht mehr, dann ist so eine Entwicklung extrem schwer aufzuhalten.

Von daher bin ich gespannt, wie es jetzt mit Andre Schubert weitergeht, wenn die Gladbacher weiter erfolgreich sind.

Beim VfB Stuttgart hat man dagegen bislang bewusst auf einen Trainerwechsel verzichtet. Aber die Situation ist und bleibt generell fragil. Viele Verträge laufen am Saisonende aus, auch sonst gibt es zahlreiche Fragezeichen.

Deshalb halte ich auch die öffentliche Kritik von Alexander Zorniger an Timo Werner für den absolut falschen Weg.  Er hat die ganze Saison über nicht auf den Jungen gesetzt. Jetzt plötzlich wird er wegen der vielen Verletzten wichtig - und trifft auch noch.

Daher finde ich Zornigers Aussagen in Richtung Werner wegen der verpassten Chance zum 3:2 vollkommen überzogen. Er macht sich in einer solchen Situation als Trainer total angreifbar mit seiner Kritik. Und es ist natürlich auch ein Thema in der Mannschaft, wenn so mit einem 19-Jährigen in der Öffentlichkeit umgegangen wird.

 

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