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Admir Mehmedi reißt sich nach seinem Treffer zum 4:3 das Trikot vom Leib © Imago

Leverkusen - Nach dem 4:4 gegen Rom sorgt Leverkusen für das nächste Spektakel. Admir Mehmedi wird zum Matchwinner, Trainer Roger Schmidt sieht sein Konzept bestätigt.

Nach der neuerlichen Achterbahnfahrt der Gefühle musste Rudi Völler erstmal durchpusten.

"Wenn man gewinnt, ist das auszuhalten", kommentierte der Sportchef von Bayer Leverkusen den 4:3 (0:0)-Sieg im Bundesliga-Thriller gegen den VfB Stuttgart. Wie schon vier Tage zuvor gegen den AS Rom in der Champions League (4:4 nach 2:4) zeigte der Werksklub wieder große Moral und ließ sich auch von einem 0:2- bzw. 1:3-Rückstand gegen die Schwaben nicht entmutigen.

Erneut Mehmedi der Matchwinner

"Wenn man eine solche Leistung wie am Dienstag heute nochmal wiederholen kann, ist das einfach toll", sinnierte Völler nach dem offenen Schlagabtausch der beiden Teams mit sechs Toren innerhalb von 21 Minuten in der zweiten Halbzeit und dem "lucky punch" der Rheinländer durch den starken Admir Mehmedi (89.) zum Endstand.

"Wir haben immer an uns geglaubt", konstatierte der Ex-Freiburger, der diesmal von Anfang spielen durfte, vor dem Siegtor bereits das 3:3 vorbereitet hatte und sich nach dem Siegtreffer das Trikot vom Leib riss. Auch gegen Rom war der Schweizer mit seinem Last-Minute-Ausgleich der Held des Abends.

"Wechselbad der Gefühle"

Mehmedi war Paradebeispiel für das Comeback der Hausherren, denen der erfolgreiche Kraftakt in der Königsklasse am Dienstag offenbar zusätzlich Mumm verliehen hatte. Und Bayer-Trainer Roger Schmidt bewies einmal mehr ein glückliches Händchen.

Mit der Einwechselung von Nationalspieler Karim Bellarabi in der 57. Minute leitete er die Wende ein. Nur 38 Sekunden später war dieser zum 1:2 erfolgreich und leitete die Aufholjagd der Leverkusener ein.

"Ich wollte frischen Wind reinbringen, den die Mannschaft gut gebrauchen konnte", kommentierte Bellarabi die neuerliche Bayer-Tor-Gala. (SERVICE: Statistiken zum Spiel)

"4:3 besser als 1:0"

"Es war ein traumhaft schönes Spiel und ein Wechselbad der Gefühle", kommentierte Bayer-Coach Roger Schmidt, "wir sind vor anderthalb Jahren angetreten, anders spielen zu wollen. Ein 4:3 ist mir allemal lieber als ein 1:0, wenn man sich hinten reinstellt und einen Konter abschließt. Damit kann ich nichts anfangen."

Vergessen ist nach dem Heimerfolg gegen den VfB auch die magere Torausbeute von acht Treffern in den ersten neun Spielen. Bayer schoss sich den Bundesliga-Torfrust gegen Stuttgart förmlich von der Seele, nachdem schon am Dienstag gegen die Roma ein Offensiv-Spektakel geboten wurde.

"Es ist unglaublich, was die Mannschaft in den letzten vier Tagen geleistet hat. Es ist schön zu sehen, dass wir in turbulenten Partien, in der die Lage für uns aussichtlos scheint, in der Lage sind zurückzukommen", sagte Schmidt in der Sportschau.

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