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München - SPORT1-Experte Thomas Berthold versteht den Umgang mit Horst Heldt bei Schalke nicht und kritisiert vor allem Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies.

Hallo Fußball-Fans,

der FC Schalke 04 muss in der Manager-Frage um Horst Heldt und seinen möglichen Nachfolger Christian Heidel jetzt eine Entscheidung fällen. Man kann nicht bis zum neuen Jahr warten. Dann hat der Neue keine Zeit mehr, die Mannschaft aufzustellen. Aber Horst Heldt kennt ja das Geschäft.

Mir geht diese ganze Heuchelei im Fußball auf den Wecker. Da wird immer nur um den heißen Brei herum geredet. Auf Schalke gibt es einfach zu viele Eitelkeiten.

Damit meine ich vor allem Clemens Tönnies, der zwar ein Super-Typ ist, dem es aber an Fußball-Kompetenz mangelt. Er gibt den Leuten Fußball-Tipps per SMS. Das wäre dasselbe, wie wenn Heldt jetzt nach Rheda-Wiedenbrück in seine Firma fahren und ihm sagen würde, wie er schlachten müsse.

Für Schalke - und auch für Tönnies - ist es ein gefährlicher Zeitpunkt, weil es gerade so gut läuft.

Mit Leon Goretzka, Leroy Sané und Max Meyer hat Schalke drei Perlen. Wenn die richtig aufgebaut werden, wächst da was zusammen. Und Andre Breitenreiter ist offenbar der Trainer, der am besten zu Schalke passt.

Deshalb kommen die Diskussionen um Heldt zur Unzeit, denn die Spieler und den Trainer beschäftigt das ganze Thema natürlich auch.

Und wenn sich die Saison plötzlich in eine andere Richtung entwickelt, bin ich mal gespannt, was dann in Gelsenkirchen los ist.

Bis demnächst,

euer Thomas Berthold

Thomas Berthold nahm als Spieler an drei Weltmeisterschaften teil und krönte seine Karriere mit dem WM-Titel 1990. In der Bundesliga war er für Eintracht Frankfurt, den FC Bayern München und den VfB Stuttgart aktiv. Der 50-Jährige ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Strunz ab.

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