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FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-INGOLSTADT
Ingolstadts Verteidiger Benjamin Hübner bringt Gladbachs Lars Stindl aus dem Gleichgewicht © Getty Images

Mönchengladbach - Nach sechs Siegen in Folge müssen sich die Fohlen gegen den Aufsteiger mit einem Remis begnügen. Ein Gladbacher fliegt vorzeitig. Die Gäste feiern ihren Keeper.

Borussia Mönchengladbachs Siegeszug unter Interimstrainer Andre Schubert ist gestoppt. Die Fohlenelf musste sich am zwölften Spieltag mit einem schmeichelhaften 0:0 gegen den FC Ingolstadt begnügen und verpasste nach zuvor sechs Siegen in Folge den Sprung auf Rang drei.

Als erster Trainer der Bundesliga-Geschichte hätte Neuling Schubert seine ersten sieben Spiele gewinnen können. 

Xhaka fliegt erneut

Die über weite Strecken harmlose Borussia hat nach ihrem Horrorstart mit fünf Niederlagen nun 19 Punkte auf dem Konto, nur einen weniger als in der starken vergangenen Saison zum gleichen Zeitpunkt. Der mutig auftretende Aufsteiger Ingolstadt folgt mit 16 Zählern, davon zwölf in der Fremde. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Im ersten Pflichtspiel-Duell der beiden Vereine zeigte Ingolstadt besonders vor der Pause eine couragierte Leistung und war der Führung näher als der Gastgeber, der nach einer Gelb-Roten Karte gegen Kapitän Granit Xhaka wegen wiederholten Foulspiels (86. ) das Spiel in Unterzahl beendete. Neun Gelbe Karten in der umkämpften Partie bedeuteten einen neuen Saisonrekord.

Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttel sagte bei Sky: "Wir haben den Gegner komplett überrascht mit unserer Taktik. Wir waren so aggressiv und haben so früh attackiert - wir wussten das Gladbach dann Probleme hat."

© SPORT1

Erst nach der Pause entwickelte Gladbach mehr Zug zum Tor, insgesamt blieb die Begegnung aber auf einem mäßigen Niveau. (Die Daten zum Spiel im Datencenter)

Vor 52.331 Zuschauern im Borussia-Park entwickelte sich zu Beginn ein zähes Spiel mit klaren Vorteilen für die Gäste. Gladbach war vier Tage nach dem Champions-League-Auftritt gegen Juventus Turin (1:1) die fehlende Frische anzumerken, der FCI agierte überraschend offensiv und mit viel Mut. Moritz Hartmann (10.) und Marvin Matip (13.) hatten gleich zwei gute Chancen zur Führung.

Das Schubert-Team fand dagegen kaum in die Partie, rannte sich immer wieder in der gut organisierten Defensive der Schanzer fest und leistete sich unnötige Fehler im Spielaufbau. Die beste Gelegenheit war dann auch ein Zufallsprodukt: Ein Befreiungsschlag von FCI-Schlussmann Ramazan Özcan landete bei Raffael, der das Geschenk aber nicht annahm (16.).

Özcan hält Punkt fest

Nach der Pause veränderte sich das Bild zunächst nicht: Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl hatte mehr vom Spiel, die Borussia wirkte müde und ideenlos. Schubert reagierte und brachte Stürmer Josip Drmic, der Wechsel wirkt wie ein Weckruf: Raffael (54.) und Lars Stindl (56.) hatten innerhalb kürzester Zeit zweimal per Kopf die Chance zur Führung.

Gladbach war nun präsenter, angeführt vom laufstarken Ibrahima Traore wuchs über die rechte Seite der Druck. US-Nationalspieler Fabian Johnson nach Vorarbeit von Drmic vergab jedoch die beste Chance (60.), auf der Gegenseite scheiterten der Ex-Borusse Tobias Levels mit einem Distanzschuss (63.) und der in die Startelf gerückte Alfredo Morales (64.).

In der Schlussphase hielt Ingolstadts Schlussmann Özcan mit einer Glanztat gegen Hazard das Remis fest. Damit blieb Ingolstadt bereits zum sechsten Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentor. Einen besseren Wert hat ein Liga-Neuling noch nie zuvor erreicht. Ebenso wenig wie die Auswärtsbilanz des FCI. Die Schanzer verloren nur eins von sieben Partien in der Fremde.

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