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SPORT1-Experte Thomas Strunz spricht im Volkswagen Doppelpass über Schalkes selbstgemachten Negativlauf. Für Gladbachs sieht er keine Eile in Bezug auf Trainer Andre Schubert.

Hallo Fußball-Fans,

Schalke wollte nach der verkorksten letzten Saison eine neue Emotionalität im Verein schaffen. Das hat die Mannschaft bis vor 14 Tagen auch richtig gut umgesetzt. Die Zuschauer haben die Königsblauen auch bei schlechten Spielen unterstützt.

Durch die öffentliche Diskussion über die Zukunft von Horst Heldt ist aber wieder ein Bruch entstanden und der spiegelt sich in den Reaktionen der Fans wider. Sie pfeifen! Die Stimmung ist wieder ins Negative gekippt.

Horst Heldt ist quasi ein Manager auf Abruf und er soll jetzt Vertragsgespräche mit den Spielern führen und über Millionen-Investitionen entscheiden. Das gibt es doch in keinem Wirtschaftsunternehmen!

Ganz anders ist die Lage in Mönchengladbach: Die Mannschaft tritt unter Andre Schubert ganz anders auf, sie ist viel mutiger. Man hat das Gefühl, dass unter Lucien Favre die Fehlervermeidungs-Strategie geherrscht hat. Schubert erlaubt den Spielern Fehler zu machen. Das zeigt Wirkung!

Favre war mit seiner akribischen Art wichtig, um eine Struktur in der Mannschaft aufzubauen. Wenn man in einem Flow ist, kann man es nicht immer erklären, wie jetzt bei Schubert. Die Spieler freuen sich jetzt in erster Linie auf das Spiel. Das kann man nicht immer greifen.

Was Schuberts Zukunft betrifft: Das Entscheidende ist, wie der Trainer mit der Situation umgeht. Es ergibt gar keinen Sinn, die Entscheidung jetzt schnell zu fällen. Es ist doch alles besprochen.

Nach dem irregulären Tor von Wolfsburg gegen Leverkusen lautet mein Vorschlag: Jeder Verein hat pro Halbzeit eine Challenge, um eine Entscheidung anzufechten. Auch der Schiedsrichter sollte diese Möglichkeit haben. Darüber sollte man mal diskutieren!

Das 0:0 gegen der Bayern in Frankfurt ist kein Beinbruch. Spannend wird sein, wie es am Mittwoch in der Champions League gegen den FC Arsenal wird. Die Londoner werden sich auch hinten reinstellen. Nur haben die eben Spieler, die vorne den Ball festmachen können.

Bei Hoffenheim wird der Trainerwechsel der Mannschaft Struktur geben. Huub Stevens wird 1899 in der Liga halten, da bin ich mir sicher. Ab dem Sommer gehen sie dann einen anderen Weg.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Berthold ab.

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