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Dirk Schuster und Olaf Thon können den Frust von Huub Stevens zum Teil verstehen
Dirk Schuster und Olaf Thon können den Frust von Huub Stevens zum Teil verstehen © SPORT1

Dirk Schuster von Darmstadt 98 kann den Frust von Huub Stevens teilweise nachvollziehen. Allerdings findet Schuster, sein Kollege hätte "die Contenance wahren sollen".

Nach dem Ausraster von Huub Stevens auf der Pressekonferenz haben Dirk Schuster und Olaf Thon in der Telekom Spieltaganalyse teilweise Verständnis geäußert.

"Du sitzt mit einem Gefühl da drin, das nicht wirklich gut ist. Vor allem wenn vorher etwas passiert ist, was nicht hätte sein müssen - wie bei Huub Stevens eine 3:1-Führung zu verspielen und drei Minuten vor Schluss den Ausgleich zu kassieren", sagte Darmstadts Trainer Schuster, der betonte, dass der Journalist nichts dafür könne: "Aber dann regen einen manchmal minimale Kleinigkeiten auf oder eine komische Fragestellung."

Allerdings hätte Stevens für Schuster nicht die Beherrschung verlieren dürfen. "Ich finde, dass man in der Pressekonferenz die Contenance wahren und versuchen sollte, sachlich zu bleiben", meinte Schuster.

Stevens hatte einen Journalisten auf der Pressekonferenz beleidigt. "Ich glaube, dass etwas an ihren Dingern fehlt", rief Stevens, der dabei auf seine Ohren zeigte. Am Ende des Disputs sagte er, ab und zu müsse man draufhauen. "Du bist es halt nicht wert", so Stevens.

Auch Thon erklärte Stevens' Aktion mit seinem Frust - allerdings auch mit Taktik.

"Das ist auch seine Art, Blitzableiter zu spielen für die Mannschaft. Huub Stevens geht da seinen Weg", sagte der SPORT1-Experte, der allerdings einschränkte: "Aber es ist natürlich ein bisschen fraglich, was die menschliche Komponente betrifft."

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