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Karl-Heinz Rummenigge spielte von 1974 bis 1984 beim FC Bayern
Karl-Heinz Rummenigge ist Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München © Getty Images

Der Vorstandschef des FC Bayern fordert von den Vereinen des Unterhauses Solidarität. In der Debatte um die TV-Vermarktung zeigen sich die Münchner kompromissbereit.

Karl-Heinz Rummenigge hat sich in der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder klar positioniert und eine Warnung an die Vereine der Zweiten Liga ausgesprochen.

"Wer Solidarität fordert wie die Zweite Liga, der sollte sich selbst solidarisch verhalten. Vereine auszuschließen entspricht kaum dem Solidaritätsgedanken, oder?", fragte der Vorstandsboss des FC Bayern im kicker und bezeichnete den Vorschlag des FC St. Pauli als "Eigentor".

"Ich habe grundsätzlich kein Problem mit der Zweite Liga. Sie ist Bestandteil der DFL. Die Zweitligisten müssen sich nur etwas realistischer einschätzen. Da braut sich sonst was zusammen", ergänzte Rummenigge.

Dennoch schränkte er ein, dass die Idee von Andreas Rettig, Geschäftsführer der Hamburger, nicht komplett verworfen werden sollte. "Was von St. Pauli kam, war eine Initialzündung: Sie war von den Antragstellern zwar völlig anders gedacht, geht aber in die richtige Richtung", erklärte Rummenigge.

FC Bayern kompromissbereit

Auf dem Weg zur Umstrukturierung des Vermarktungssystems des Profifußballs in Deutschland zeigen sich die Münchner kompromissbereit. "Grundsätzlich ist der FC Bayern bereit, sich der zentralen Vermarktung unterzuordnen", sagte Rummenigge, schränkte aber ein: "Es gibt Grenzen, die hier nicht überschritten werden sollten."

Der Rekordmeister drängt schon seit geraumer Zeit darauf, mehr Kapital aus der Vermarktung der TV-Rechte der Bundesliga zu schlagen, um den Vereinen mehr Geld zur Verfügung stellen zu können.

Ab der Saison 2017/18 soll mehr als eine Milliarde Euro herausspringen. "Diese 1,x Milliarden pro Jahr werden kein Selbstläufer sein", mahnte Rummenigge.

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