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Das Bremer Weserstadion könnte einen neuen Namen bekommen
Das Bremer Weserstadion ist teuer für Werder © Getty Images

Bei der Mitgliederversammlung muss Werder Bremen im vierten Jahr in Folge einen Millionen-Verlust verkünden. Die Rücklagen der Hanseaten schrumpfen damit weiter zusammen.

Werder Bremen hat im vierten Jahr in Folge einen herben finanziellen Verlust erlitten. 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten die Hanseaten ein Minus von 5,9 Millionen Euro. Das gab Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Montagabend auf der Werder-Mitgliederversammlung bekannt.

"Mit Augenmaß auf die Zielgerade"

Im Vorjahr hatte das Minus 10,1 Millionen Euro betragen.

"Wir sind noch nicht ganz dort, wo wir hin wollen. Aber wir haben das Ziel unmittelbar vor Augen und werden auch den letzten Teil des Weges konsequent bis zum Erfolg durchziehen", sagte Filbry, der im nächsten Jahr eine ausgeglichene Bilanz vorlegen will: "Wir biegen bei der Konsolidierung mit Augenmaß auf die Zielgerade ein."

Durch den neuesten Verlust schrumpften die Rücklagen von einst knapp 60 auf nur noch zwei Millionen Euro weiter zusammen.

Schwarze Null angepeilt

Im nächsten Jahr peilt Werder die schwarze Null an - auch ohne Spielerverkäufe. Die ganz harten finanziellen Zeiten sollen nach den zuletzt sportlich mageren Jahren vorbei sein, Werder will den Sturz in die Schuldenfalle unbedingt verhindern.

Dafür hat der Tabellen-14. zuletzt seinen Gehaltsetat noch einmal gesenkt und die Einnahmen etwa im Sponsoring erhöht.

Mit 103,6 Millionen Euro knackte Werder zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die 100-Millionen-Euro-Umsatz-Marke, ohne in einem internationalen Wettbewerb vertreten zu sein.

Zuvor war der Sprung über diese Marke nur in den fünf Spielzeiten zwischen 2006 und 2011 gelungen.

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