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Eintracht Frankfurt v FC Bayern Muenchen - Bundesliga
Heribert Bruchhagen sieht zur aktuellen Thematik keine Alternative als sie im Rahmen der Möglichkeiten entspannt zu betrachten © Getty Images

München - Nach der Länderspiel-Absage wird nach kurzzeitiger Überlegung nun am Wochenende in der Bundesliga gespielt. SPORT1 fasst die Reaktionen der Klub-Verantwortlichen zusammen.

Nach der Absage des Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande wurde kurzzeitig über eine komplette Absage des kommenden Spieltags in der Bundesliga nachgedacht.

Doch noch am Dienstagabend sagte der Interimspräsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB), Dr. Reinhard Rauball, der dpa: "Der Spieltag findet statt." 

SPORT1 hat die Reaktionen aus der Bundesliga zusammengefasst:

Heribert Bruchhagen von Eintracht Frankfurt wird trotz der Vorkommnisse am Rande des Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland (2:0) am vergangenen Freitag und der Spielabsage von Hannover am Samstag "ohne Angstgefühle" ins Stadion gehen.

"Es bleibt mir nichts anderes übrig, als entspannt zu sein. Wir werden in Absprache mit den Sicherheitsbehörden die nötigen Schritte einleiten. Aber das Leben muss weitergehen", sagte der Eintracht-Boss und fügte an: "Nach dem 11. September 2001 hat man auch gedacht, die Welt bricht zusammen. So schrecklich das auch war, aber die Welt ist nicht zusammengebrochen."

HSV spielt "planmäßig"

Der Hamburger SV hat die Austragung des kommenden Freitagabendspiels gegen Borussia Dortmund (ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) bestätigt. Dieses werde "trotz der jüngsten Vorkommnisse planmäßig stattfinden", schrieb der HSV auf seiner Internetseite.

"Gerade jetzt in diesen schweren Zeiten werden wir ungebrochen unserer Bestimmung folgen. Mit jedem neuen Spiel bringen wir Tausende von Menschen zusammen, die ihre Begeisterung, Freude und Leidenschaft für den Fußball teilen", teilte der Klub mit: "Das ist unser Beitrag für eine friedliche Welt, auch am Freitagabend im Heimspiel gegen Borussia Dortmund."

Der Verein sei "aufgrund der barbarischen Anschläge in Paris geschockt und traurig. Unschuldige Menschen erfahren in diesen Tagen unendliches Leid. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer." Geschockt seien die Hamburger auch, "weil der Terror dem Fußball noch nie so nahe gekommen ist wie am vergangenen Freitag rund um das Länderspiel im Stade de France in Paris und am Dienstag beim abgesagten Länderspiel in Hannover."

Sicherheit gewährleisten  

Beide Ereignisse hätten "schmerzhaft bewusst gemacht, wie unmittelbar wir alle direkt betroffen sind beziehungsweise sein könnten. Deshalb wird der HSV auch in Zukunft und mehr denn je alles in seiner Macht Stehende tun, die Sicherheit seiner Fans und Zuschauer zu gewährleisten." 

“Wir haben uns nach den Anschlägen von Paris natürlich intensiv mit der Sicherheitslage beschäftigt und werden für unsere Veranstaltungen zusätzliche Vorkehrungen treffen. Wie immer werden wir über Details aber gerade aus Gründen der Sicherheit nicht öffentlich sprechen."

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat sich trotz des abgesagten Länderspiels wegen einer Terror-Warnung am Dienstagabend in Hannover für die Durchführung des anstehenden Bundesliga-Spieltages am Wochenende ausgesprochen.

"Dass gespielt wird, steht außerhalb jeder Frage. Das wäre eine solche Kapitulation, das würde ja Freudenstürme in Syrien und anderswo auslösen", sagte Watzke am Mittwoch und forderte: "Wir müssen weiterleben, sonst triumphieren die Terroristen."

"Nicht in Hektik und Aktionismus verfallen"

Auch Martin Kind, Präsident von Hannover 96, warnte vor vorschnellen Reaktionen. "Am Wochenende sollte definitiv gespielt werden. Wir sollten nicht in Hektik und Aktionismus verfallen", meinte der 71-jährige, der aber eine Sicherheitsdebatte anregte und dabei die DFL in die Pflicht nahm: "Der Fußball wird sich nach gestern mit allen Themen auseinandersetzen müssen. Besonders mit der Sicherheit. Die DFL muss die Meinungsführerschaft übernehmen, dann müssen wir gemeinsam Antworten finden."

Auch Harald Strutz, Präsident des FSV Mainz 05, warnte vor Kurzschlussreaktionen. "Es ist wichtig, auch gesellschaftlich gesehen, jetzt den Weg in die Normalität zu gehen", sagte der Jurist: "Ich glaube, unsere Sicherheitsmaßnahmen bei den Bundesligaspielen sind ausreichend. Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, mit noch mehr Kontrollen vorzupreschen."

Es sei "seit Jahren" die Problematik, "dass so etwas passieren" könne, dass "es Irrsinnige gibt", sagte Strutz: "Natürlich hat es nun eine neue Qualität, aber es ist wichtig, dass wir versuchen, uns den Fußball nicht zerstören zu lassen."

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