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Horst Heldt wird Schalke 04 am Saisonende verlassen
Horst Heldt will weiter bei Schalke 04 bleiben © Getty Images

Heldt bleibt - zumindest vorerst. Auf einer Pressekonferenz spricht der Schalke-Manager über seine Zukunft. Zuvor hielten sich Spekulationen um seinen vorzeitigen Abgang.

Das Rätselraten um die Zukunft von Manager Horst Heldt bei Schalke 04 ist vorerst beendet, der Sportvorstand soll seinen Vertrag bis 30. Juni 2016 erfüllen.

"Ich habe hier einen klaren Auftrag und eine Verantwortung. Ich bin keiner, der wegläuft", sagte der 45-Jährige am Dienstag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz der Königsblauen in Gelsenkirchen.

"Die komplette Verantwortung"

Das sei das Ergebnis eines Gespräches am vergangenen Sonntag mit dem Aufsichtsrat.

Bis im Sommer ein Nachfolger seine Position übernehme, trage er "die komplette Verantwortung", betonte Heldt, das sei ihm "zu 100 Prozent versichert" worden.

Zusammen mit Trainer Andre Breitenreiter soll er für die geplanten Neuzugänge im Winter zuständig sein und mögliche Transfers für die nächste Saison vorbereiten.

"Ich werde den Teufel tun"

Seit Wochen ist Christian Heidel vom Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 als Wunschkandidat des Aufsichtsratschefs Clemens Tönnies im Gespräch, sein Vertrag läuft allerdings noch bis 2017.

Mit seinem Nachfolger will Heldt sich jedoch nicht über Transfers absprechen: "Ich werde den Teufel tun, das habe ich gar nicht nötig."  

Nach einem ersten Gespräch zwischen Heldt und Tönnies vor zwei Wochen trafen sich am Sonntag in Rheda-Wiedenbrück nicht nur die beiden Hauptdarsteller des Schalker Manager-Theaters, sondern auch zwei Drittel des Aufsichtsrates.

Er werde vom Kontrollgremium bis zum Auslaufen seines Vertrages "vollumfänglich unterstützt", betonte Heldt, der seit 2010 im Schalker Vorstand und seit der Entlassung von Trainer-Manager Felix Magath im März 2011 für den Sport zuständig ist.

Hintertür offen

Eine kleine Hintertür, doch noch länger auf Schalke zu bleiben, ließ er sich offen.

"Das wäre denkbar, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen würden", sagte er. Heldt werden vor allem eine schlechte Einkaufspolitik und mehrere Fehlgriffe bei den Trainern vorgeworfen.

Aufsichtsratschef Tönnies muss sich im nächsten Jahr auf der Mitgliederversammlung zur Wiederwahl stellen.

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