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Hat Schweinchen Schlau nie geliebt: Rudi Völler
Rudi Völler (l.) ist seit 2005 bei Bayer Leverkusen als Sportdirektor tätig © Getty Images / Twitter@fcstpauli

Rudi Völler kritisiert St. Paulis Manager nach dessen Vorstoß bei der Verteilung der TV-Gelder. Rettig gebe "ein bisschen Schweinchen schlau". Die Hamburger reagieren entspannt.

Sportchef Rudi Völler von Bayer Leverkusen hat St. Paulis Manager Andreas Rettig nach dessen Vorstoß bei der Verteilung der TV-Gelder im deutschen Fußball attackiert.

"Das ist ein typischer Rettig. Er macht das, was er gerne tut: Er gibt ein bisschen Schweinchen schlau", sagte Völler vor dem Abflug Bayers zum Champions-League-Spiel bei BATE Borissow nach Weißrussland. Rettig war einst viele Jahre für den Werksklub tätig.

"Ein bisschen populistisch"

Der Antrag des Zweitligisten, die Erstligaklubs Bayer, VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim und Hannover 96 von der Verteilung der TV-Gelder auszunehmen, nannte der Weltmeister 1990 in verschiedenen Äußerungen "ein bisschen populistisch, unnötig, nicht in Ordnung und enttäuschend".

Auch Bayer-Geschäftsführer Michael Schade zeigte sich "überrascht, weil der Antrag nach den aktuellen Statuten unzulässig" ist.

Schade warnte die Zweitligisten in dieser Hinsicht vor einem Eigentor: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Antrag durchgeht. Aber falls doch, könnte es sein, dass andere Verein auch auf die Idee kommen, sich selbst zu vermarkten, zum Beispiel Bayern München. Und ob die Zweitligisten dann mit Eigenvermarktung mehr erlösen als die derzeitigen 170 Millionen Euro, bliebe abzuwarten."

Cooler Konter der Paulianer

St. Pauli konterte Völlers Attacke cool. Auf Twitter posteten die Hamburger ein von den Mitarbeitern des Klubs unterschriebenes Plakat mit einem Foto des berühmten Ferkels und dem Schriftzug: "Mit Kuss von den KollegInnen, lieber Andreas."

Und der Kommentar auf Twitter lautete: "Schweinchen Schlau, du cooler Typ."

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