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Peter Stöger
Peter Stöger (2.v.l.) vom 1. FC Köln hatte in der Hinrunde mit einigen Fehlentscheidungen zu kämpfen © Getty Images

Nach den Fehlentscheidungen gegen sein Team bezieht Kölns Trainer Peter Stöger Stellung. Für den Österreicher gibt es "schlimmere Aufgaben" als Schiedsrichter zu sein.

Trainer Peter Stöger hat in der Diskussion um die zahlreichen Fehlentscheidungen gegen den 1. FC Köln in der abgelaufenen Hinrunde Stellung bezogen.

Die Frage, ob er für die zunehmend in der Kritik stehenden Schiedsrichter Mitleid empfinde, verneinte Stöger. "Da sind wir weit von entfernt", sagte der Österreicher der Sport Bild: "Niemand wird gezwungen, Schiedsrichter zu sein und es gibt sicher schlimmere Aufgaben."

Und weiter: "Klar ist der Job in einer Leistungsgesellschaft nicht immer einfach. Aber ich glaube, dass Schiedsrichter kein schlechtes Leben haben", sagte der 49-Jährige.

Stöger betonte, dass er in der Diskussion um strittige Pfiffe stets um Höflichkeit bemüht war. Dass er zum Karnevalsauftakt am 11. November in Schiedsrichterkleidung zum FC-Training erschien, bezeichnete er als "Zeichen der Versöhnung". "Ich habe sehr viel positives Feedback bekommen von Kollegen und sogar von zwei Schiedsrichtern", sagte Stöger.

Kölns Sportchef Jörg Schmadtke hatte wegen der zunehmenden Anzahl an Fehlentscheidungen Änderungen im Schiedsrichterwesen angeregt und etwa einen zweiten Schiedsrichter auf dem Feld sowie die Einführung von Profi-Schiedsrichtern vorgeschlagen.

"Ich finde, wir sollten ergebnisoffen einfach mal ein paar Dinge diskutieren. Ich sage ja nicht, dass ich die Lösung habe, aber lasst uns doch mal nachdenken: Ist dieses Schiedsrichter-Wesen, wie es heute in diesem Milliarden-Geschäft besteht, noch zeitgemäß? Reichen vier Schiedsrichter?", meinte Schmadtke in der Bild.

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