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VfB Stuttgart v Eintracht Frankfurt  - Bundesliga
Armin Veh übernahm zu Saisonbeginn Eintracht Frankfurt © Getty Images

Frankfurt am Main - Frankfurts Trainer schämt sich für die Auftritte der Eintracht in den letzten Wochen und zählt Führungsspieler wie Meier an. In der Winterpause sollen neue Spieler her.

Trainer Armin Veh hat sich am Mittwoch nach dem Training von Eintracht Frankfurt von der aktuellen Lage schwer genervt gezeigt.

Der 54-Jährige sagte, er sei nach der 0:1-Niederlage gegen Darmstadt 98 "richtig angefressen". Insbesondere die Zweikampfstatistik nervt den Coach: "59:41 Prozent - für Darmstadt. Bei uns zu Hause. Das kann ich nicht nachvollziehen. Dafür habe ich kein Verständnis." Er fügte an: "Ich würde mich schämen."

Frankfurt war nach der zweiten Derby-Niederlage hintereinander (zuvor gegen Mainz 05) und der damit verbundenen dritten Pleite in Folge bis auf Platz 13 abgerutscht.

Führungskräfte angezählt

"Man kann nicht verlangen, dass immer der Papi alles rettet", sagte Veh: "Ich leide wie ein Hund. Ich habe zurzeit keine Freude und ich kann auch keine Freude vermitteln. Das gehört sich auch nicht, denn sonst lachen wir uns in den Abstieg."

In den vergangenen zwölf Spielen feierte die Eintracht nur einen Sieg und liegt nur noch einen Punkt vor dem Abstiegsrelegationsplatz.

(DATENCENTER: Die Tabelle der Bundesliga)

"Ich will keine Erklärungen mehr", meinte Veh, der zum zweiten Mal in der Main-Metropole im Amt ist mit: "Dieser Sandro Wagner (Darmstadts Stürmer, Anm. d. Red.) verarscht uns auch noch. Und wir schaffen es nicht, sie zu bestrafen. Das geht mir mit meinen 54 Jahren noch an die Nieren. Ich wäre am liebsten auf den Platz gerannt und hätte für Ruhe gesorgt."

Damit nahm der Trainer besonders arrivierte Kräfte wie Torschützenkönig Alex Meier oder Marco Russ ins Visier, von denen er "eine Reaktion" verlange.

Denn dass mit Marc Stendera aktuell "ein 19-Jährige das Team führen" muss, missfällt Veh, der einen eigenen Rücktritt erneut ausschloss: "Eins ist klar: Ich werde hier nicht gehen, da gehen eher ein paar andere!"

"Brauchen neuen Geist"

Die aktuelle Misere nimmt den

In der Winterpause werde es dementsprechend in Sachen Personal Bewegungen geben.

"Wir brauchen einen neuen Geist. Das Gute ist, dass wir noch genügend Zeit haben, etwas zu ändern", sagte Veh.

"Wir drücken die Reset-Taste", teilte Manager Bruno Hübner mit: "Wir müssen frisches Blut rein bringen, für neue Konkurrenz sorgen."

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