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Uli Hoeneß wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt
Uli Hoeneß wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt © Getty Images

Das Landgericht Augsburg bestätigt: Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß stellt einen Antrag auf Halbstrafe. Schon im Februar könnte der 63-Jährige damit entlassen werden.

Der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß könnte ab dem 29. Februar 2016 wieder ein freier Mann sein - zumindest auf Bewährung.

Die 1. auswärtige Vollstreckungskammer des Landgerichts Augsburg mit Sitz in Landsberg/Lech teilte am Dienstag mit, dass der Antrag des 63-Jährigen eingegangen sei, "die restliche Strafe zum Halbstrafenzeitpunkt auszusetzen. Dies ist im Fall Hoeneß der 29. Februar 2016."

"Anhörung des Verurteilten"

Die Kammer werde nun "nach Anhörung des Verurteilten zu entscheiden haben, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen", so das Gericht weiter. Bei der Entscheidung seien "namentlich die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, das Gewicht des bei einem Rückfall bedrohten Rechtsgutes, das Verhalten des Verurteilten im Vollzug, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen".

Hoeneß war wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Am 2. Juni 2014 hatte er seine Haftstrafe angetreten. Nach Angaben der Bild hat Hoeneß bereits seine hinterzogenen Steuern samt Zinsen in Höhe von rund 50 Millionen Euro an das Finanzamt Miesbach zurückgezahlt.

Weihnachten zu Hause

Seit Anfang des Jahres ist der frühere Manager Freigänger und arbeitet in der Nachwuchs-Abteilung des FC Bayern.

Fünf Nächte in der Woche muss er nach wie vor im Freigängerhaus in Rothenfeld verbringen.

Dorthin war er von der Justizvollzugsanstalt Landsberg/Lech verlegt worden. Über Weihnachten darf Hoeneß drei Tage nach Hause zu seiner Familie.

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