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Harte Zweikämpfe: Lasogga (l.) und Dante © Imago

Wolfsburg kann die Euphorie aus der Champions League nicht in die Bundesliga retten. Entscheidend gegen den HSV sind die Zweikämpfe zwischen Dante und Lasogga.

Der VfL Wolfsburg hinkt in der Bundesliga weiterhin seinen eigenen Ansprüchen hinterher - und das hat in diesem Fall viel mit Pierre-Michel Lasogga und Dante zu tun.

Die beiden Widersacher waren beim 1:1 der Wölfe gegen den Hamburger SV(Spielbericht) zwischen der 16. und 21. Minute in zwei besondere Zweikämpfe verwickelt - aus denen letztlich der HSV-Stürmer als Sieger hervorging.

Beim Führungstor der Hanseaten in ebenjener 21. Minute hatte Dante den Ball als letzter Mann schon sicher, ehe der unermüdliche Lasogga dazwischensprang und das Tor zum 1:0 von Nicolai Müller vorbereitete.

Dante: "Ich habe etwas spekuliert"

"Ich habe ja nicht das erste Mal gegen Dante gespielt", sagte Lasogga selbstbewusst: "Ich kenne seine Haken. Ich bin einfach durchgelaufen und hatte den richtigen Riecher."

Pechvogel Dante hatte nach seinem Blackout seine Lockerheit schnell wiedergefunden. "Ich habe etwas spekuliert. Aber so ist das, wenn man mit Risiko spielt", sagte der Abwehrspieler nach seinem Patzer beim 1:1 (0:1) gegen den Hamburger SV und fügte fast trotzig an: "Ich werde mein Spiel deshalb aber nicht ändern."

Dass Lasogga überhaupt den Führungstreffer vorbereiten konnte, hatte aber auch viel mit der Großzügigkeit von Schiedsrichter Wolfgang Stark zu tun.

Kurz bevor der bullige HSV-Stürmer den Assist zum Tor von Müller gutgeschrieben bekam, hatte er Dante rüde abgeräumt und konnte von Glück sagen, dass Stark nur die Gelbe Karte zückte.

"Das war klar Rot", sagte Dante nach Schlusspfiff bei Sky.

Lasogga: "Wir spielen ja kein Schach"

Ganz anders sah Lasogga die Szene – und rechtfertigte sich mit einem kuriosen Vergleich: "Man muss jetzt nicht gleich wieder übertreiben, wir spielen ja kein Schach", sagte er. "Ein bisschen Körperkontakt gehört dazu, auch mal ein bisschen mehr. Das ist doch eigentlich das schöne im Fußball, wenn das nicht mehr da wäre, dann würden die Emotionen ganz fehlen." (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking war weniger das Fouls, als viel mehr das Gegentor sauer aufgestoßen: "Wir leisten uns in letzter Zeit gerne einen Fehler zu viel", mahnte der Coach, nachdem in der Vorwoche Josuha Guilavogui beim 1:2 gegen den BVB gepatzt hatte. "So erfahrenen Spielern dürfen solche Fehler nicht passieren", meinte auch Manager Klaus Allofs.

Gut, zumindest für Wolfsburg, dass der VfL noch einen Maximilian Arnold hat. Das Eigengewächs präsentiert sich schon seit Wochen in bestechender Form und sicherte mit seinem ersten Saisontor (78.) zumindest einen Punkt. "Ich bin froh, dass ich nach so langer Zeit wieder getroffen habe", sagte der zentrale Mittelfeldspieler: "Unterm Strich ist es aber zu wenig. Lieber wären mir drei Punkte gewesen."

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