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Jörg Schmadtke muss sich in der "Eierkopp-Affäre" verantworten
Jörg Schmadtke (l.) ist Sportdirektor des 1. FC Köln © Getty Images

Der Sportdirektor des 1. FC Köln hält nichts davon, dass manche Referees nach strittigen Pfiffen Rücksprache mit Spielern halten. Dieses Verhalten sei "Quatsch".

Trotz seiner jüngsten Empörung über das Kommunikationsverhalten von Schiedsrichtern ist Sportdirektor Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln grundsätzlich gegen Rücksprachen von Referees mit Spielern bei strittigen Entscheidungen.

"Wo kommen wir denn hin, wenn jetzt ständig jede Entscheidung hinterfragt wird? Was soll die ständige Fragerei? Da können die Schiris ja in Zukunft zuhause bleiben, und wir machen das dann selbst. Da stehen vier Offizielle auf dem Platz, und die Spieler sollen es entscheiden? So ein Quatsch", sagte der 51-Jährige im Interview mit der Bild.

Der Ex-Profi war am vergangenen Samstag während des Spiels bei Werder Bremen (1:1) nach einer Beleidigung von Schiedsrichter Guido Winkmann auf die Tribüne verwiesen worden.

Schmadtke störte sich nach eigenen Angaben daran, dass sich der Unparteiische nach einem Strafstoß-Pfiff gegen die Rheinländer anders als kurz zuvor bei einer Eckball-Entscheidung nicht bei den beteiligten Profis rückversichert hatte und nannte Winkmann deswegen "Eierkopp".

Seine Entgleisung führte er nun vorrangig auf "eine extreme Anhäufung an merkwürdigen Entscheidungen in den letzten Wochen gegen uns" und "scheinbar immer eine andere Messlatte bei uns" zurück.

Allerdings beklagte Schmadtke auch, "dass das Fairplay seit Wochen mit Füßen getreten wird. Spieler machen Schwalben und treten Elfmeter-Punkte kaputt. Schiedsrichter setzen unterschiedliche Maßstäbe an oder fragen plötzlich verunsichert vor Entscheidungen ständig bei Spielern nach."

Eine Sanktion für seine Beleidigung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erwartet der ehemalige Torhüter nicht: "Ich glaube nicht, dass es dafür eine Strafe geben darf. Ich habe auch keine Aktenlage beim DFB. Das war mein erstes, maximal zweites Mal, dass ich auf die Tribüne musste. Ich bin kein auffälliges Männlein."

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