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München - Der Wechsel des scheidenden Bayern-Trainers zu den "Citizens" ist offenbar so gut wie perfekt. Und: Pep Guardiola wird sein Einkommen auf eine Mega-Summe verdoppeln.

Pep Guardiola hat ab kommender Saison offensichtlich tatsächlich die Scheichs von Manchester City als nächste Arbeitgeber auserkoren.

Nach kicker-Informationen ist der Wechsel des Star-Trainers vom FC Bayern München zum schwerreichen englischen Spitzenklub nach dem Abschluss der Saison 2015/16 perfekt.

Und: Bei den Citizens wird Guardiola nach einem Bericht der Bild zudem zum bestbezahlten Trainer der Welt aufsteigen. Der Spanier, der dem Vernehmen nach einen Drei-Jahresvertrag erhält, soll die Rekordsumme von jährlich 25 Millionen Euro kassieren.

Zum Vergleich: Bisheriger Topverdiener war der kürzlich gefeuerte Chelsea-Coach Jose Mourinho mit 15 Millionen Euro per annum.

Guardiola verdoppelt sein Gehalt

Bei Bayern soll Guardiola pro Saison zwölf Milliionen Euro verdienen, was wiederum Rekordmarke in der Bundesliga ist.

Mit dem Wechsel zu ManCity verdoppelt Guardiola den kolportierten Angaben zufolge also sein Gehalt.

Guardiola, dessen Nachfolger zum 1. Juli 2016 der Italiener Carlo Ancelotti wird, weilt mit seiner Familie aktuell im einwöchigen Weihnachtsurlaub in Katalonien - der kicker beruft sich in seiner Meldung vom Mittwoch, dass der Transfer durch sei, auf "zuverlässige englische Quellen".

Die Citizens, bei denen Guardiolas Vertraute und frühere Weggefährten Ferran Soriano (Vorstandsvorsitz) und Txiki Begiristain (Sportdirektor) Führungspositionen bekleiden, haben sich demnach gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt.

Rückkehr zu alten Barca-Weggefährten 

ManCity wird von einer milliardenschweren Holding aus Abu Dhabi unter Leitung von Scheich Mansour bin Zayed al Nahyan kontrolliert.

Gerüchte über ein Engagement Guardiolas in Manchester halten sich seit mindestens einem Jahr - auch aufgrund der allerbesten Kontakte des 44-Jährigen zur sportlichen Führungsebene.

Mit Soriano und Begiristian hat Guardiola bereits beim FC Barcelona erfolgreich zusammengearbeitet.

Pellegrini scheint sich auf Abgang vorzubereiten

Manuel Pellegrini, der  bei den Citizens noch bis 2017 als Teammanager unter Vertrag steht, scheint sich ohnehin auf seinen Abgang vorzubereiten. Zuletzt hatte der Chilene sogar erklärt, er wünsche sich Guardiola als Nachfolger. 

"Jeder will hier in England arbeiten, also auch Pep Guardiola. Und ich hoffe, er wird die Möglichkeit haben, hier bei Manchester City zu arbeiten. Ich sage das, weil ich den Verein liebe. Ich bin mir sicher, dass er sehr wichtig für den Verein werden wird", so Pellegrini.

Der FC Bayern München muss sich allerdings keine Sorgen machen, dass Guardiola seinen Lieblingsschüler Thiago nach England abwirbt.

Der Mittelfeldspieler, der dem Starcoach 2013 auf expliziten Wunsch ("Thiago oder nix") aus Barcelona nach München gefolgt war, erklärte im Interview mit der Sport Bild, er "bleibe unabhängig von Pep". Thiago steht bei den Bayern noch bis 2019 unter Vertrag, ein Transfer käme interessierte Klubs somit teuer zu stehen.

Leistungsträger verlängern

Sportvorstand Matthias Sammer befürchtet ohnehin keinen Exodus der Stars. "Das kann ich ausschließen. Bei uns läuft zum Saisonende kein Vertrag aus", sagte er.

Mit den Vertragsverlängerungen der heiß begehrten Weltmeister Thomas Müller und Jerome Boateng sowie von Javi Martínez (alle bis 2021) hatten die Bayern in der vergangenen Woche ein Stoppschild für die zahlungskräftige Konkurrenz von der Insel gesetzt.

Auch die Säulen Douglas Costa (2020), Robert Lewandowski, Thiago, Arturo Vidal (alle bis 2019) oder David Alaba (2018) sind langfristig gebunden.

Bayern: Keine lahme Ente 

Die Bayern glauben zudem unisono, dass es keinen Lame-Duck-Effekt geben wird.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich "überzeugt, dass Trainer und Mannschaft jetzt noch intensiver daran arbeiten werden und Großes erreichen - gerade, weil jetzt Pep den FC Bayern verlassen wird." Der Charakter der Mannschaft sei "so fein und fantastisch, dass diese Diskussion überhaupt nicht aufkommen" werde.

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