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Eigentlich wollte Julian Nagelsmann bis zu seinem Amtsantritt bei 1899 Hoffenheim im Sommer keine Interviews geben - für SPORT1 macht er eine Ausnahme.

Noch trainiert Julian Nagelsmann die U19 von 1899 Hoffenheim.

Im Sommer übernimmt der 28-Jährige dann als Chefcoach für Huub Stevens - als jüngster Bundesliga-Trainer der Geschichte. Beim Mercedes-Benz Junior Cup (12 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) spricht er mit SPORT1 im exklusiven Interview über seine künftige und seine jetzige Rolle - und erklärt, warum das Alter aus seiner Sicht keine Rolle spielt.

SPORT1: Herr Nagelsmann, Sie machen, bevor Sie Hoffenheims erste Mannschaft übernehmen, gerade den Fußballlehrer-Schein.

Julian Nagelsmann: Genau, ich bin in Hennef bis März beschäftigt und habe deswegen gerade viel zu tun parallel zur U19. Ich versuche die Ausbildung bestmöglich abzuschließen, im März ist es hoffentlich so weit.

SPORT1: Sie sagten, Sie möchten eigentlich nicht über die erste Mannschaft reden, keine Interviews geben. Welchen Grund hat das?

Nagelsmann: Ich möchte mich auf die U19 konzentrieren und auf meinen Fußballlehrer. Ich glaube, Huub Stevens macht das sehr, sehr gut. Er und sein Team fliegen morgen mit der ersten Mannschaft ins Trainingslager und sind dafür verantwortlich, die Dinge zu beurteilen und über die Profis zu sprechen. Ich kümmere mich so lange um meine U19 bis zum Sommer und dann werde ich für Interviews zur Verfügung stehen.

SPORT1: Wie verfolgt man unter den Umständen denn so eine Partie, wenn die erste Mannschaft spielt? Schauen Sie da ganz genau hin, auf jeden einzelnen Spieler? Oder sagen Sie, das schiebe ich alles ganz weit weg?

Nagelsmann: Als Jugendtrainer schaut man immer sehr interessiert bei seinen Profis zu, das ist ganz normal. Jetzt ist es ein bisschen anderer Blickwinkel. Ich schaue vielleicht einen Tick genauer hin - ein bisschen konzentrierter über die komplette Spielzeit. Aber ich war schon vorher interessierter Verfolger unserer ersten Mannschaft.

SPORT1: Sie sind 28 Jahre alt, bisher sehr erfolgreich als Jugendtrainer, waren auch schon Co-Trainer der ersten Mannschaft. Kann ein 28-Jähriger eine Bundesliga-Mannschaft leiten?

Nagelsmann: Ja, denn das Alter hat auch viele Vorteile. Wir sollten trotzdem nicht alles darauf reduzieren. Wichtiger ist die Aufgabe; und meine Aufgabe ist dieselbe wie bei jedem anderen Bundesliga-Trainer auch - egal wie alt man ist.

SPORT1: Haben Sie Bammel davor, mit Hoffenheim nächste Saison nur in der 2. Bundesliga zu spielen?

Nagelsmann: Bammel habe ich keinen, auf gar keinen Fall. Ich bin überzeugt davon, dass wir auch nächste Saison in der ersten Liga spielen werden.

SPORT1: Sie wirken wie ein selbstbewusster Typ. Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Nagelsmann: Selbstbewusstsein gehört dazu, wenn man erfolgreich sein will. Man muss überzeugt von dem sein, was man macht - das muss man auch rüberbringen. Ehrgeiz ist ganz, ganz wichtig, und dass man den maximalen Erfolg möchte. Ich will die Jungs maximal gut ausbilden. Das sind Charaktereigenschaften, die mich beschreiben.

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