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Nach einer schwierigen Hinrunde beim VfL Wolfsburg spricht Andre Schürrle über seine Leistung und die Kritik an seiner Person. Seinen Wechsel bereut er allerdings nicht.

Andre Schürrle hat beim VfL Wolfsburg keine gute Hinrunde erlebt. Der Nationalspieler blieb häufig hinter den Erwartungen zurück.

Zuletzt war beim Vorlagengeber des entscheidenden WM-Tores aber ein Formanstieg zu erkennen, in den letzten 14 Partien sammelte Schürrle wettbewerbsübergreifend sieben Scorerpunkte. "Ich bin auf jeden Fall zufriedener als vorher", sagte Schürrle im kicker: "Die letzten Wochen waren gut, im Abschluss aber war es trotzdem manchmal unglücklich."

Sein Selbstvertrauen habe zuvor etwas gelitten. "Nach schwachen Spielen fühle ich mich nicht gut, trotzdem glaube ich an meine Qualität. Was mir vielleicht gefehlt hat, ist die Sicherheit."

Schürrle fand sich oft nur auf der Bank wieder. "Manchmal hatte ich es nicht verdient, in der Startelf zu stehen", gab Schürrle zu.

Seinen Wechsel bereut er aber nicht. "Man hinterfragt natürlich alles, wenn es mal nicht so läuft. Das habe ich auch gemacht. Ich bin in diesem Fall aber immer zu der Antwort gekommen, dass es die richtige Entscheidung war", sagte der 25-Jährige.

Schürrle war im Januar 2015 für 32 Millionen Euro vom englischen Topklub FC Chelsea nach Wolfsburg gewechselt.

Die von Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs öffentlich geäußerte Kritik an seiner Person kam für Schürrle "überraschend". Er habe daraufhin das Gespräch mit den sportlichen Verantwortlichen gesucht, verriet Schürrle: "Sie haben mir ihre Sicht erklärt, am Ende war das alles im Rahmen."

Das Verhältnis zu Hecking bezeichnet Schürrle als "professionell sportlich".

Die Kritik an seiner Person in den Medien bekomme er zwar mit. "Aber mir geht das alles viel zu schnell. Wenn ich mir jede Kritik, die ich auch nicht immer teilen kann, zu Herzen nehmen würde, wäre das viel zu viel", so Schürrle.

Reaktionen der Fans wie Raunen oder Schadenfreude kann er nur teilweise nachvollziehen: "Es hilft natürlich nicht, aber ich kann die Fans schon verstehen, wenn sie zum Beispiel nach Ballverlusten reagieren."

Die Schadenfreude sei "typisch deutsch, das gibt es in dieser Form kaum woanders. Aber damit kann ich mittlerweile leben."

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