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Der Hamburger SV bindet den Retter für ein weiteres Jahr. Dietmer Beiersdorfer zeigt sich erfreut. Labbadia betont, dass es "nur eine Frage der Zeit" war.

Bruno Labbadia bleibt auch über die Saison hinaus Trainer des Hamburger SV.

Der 49-Jährige verlängerte seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr und unterschrieb bei den Norddeutschen bis 2017. Dies teilte der HSV am Montag mit. Auch die beiden Co-Trainer Eddy Sözer und Bernhard Trares verlängerten ihre Verträge bis zum 30. Juni 2017.

Labbadia "lebt unseren Verein"

"Bruno geht unsere gemeinsame Aufgabe mit Begeisterung und Enthusiasmus an und besitzt eine unglaublich hohe Identifikation mit Hamburg und dem HSV", sagte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer: "Bruno Labbadia lebt unseren Verein." Labbadia meinte: "Ich habe unglaublich große Lust auf unsere gemeinsame Zeit und das Angehen unserer Ziele mit dem HSV."

Labbadia hatte den Bundesliga-Dino im April des vergangenen Jahres zum zweiten Mal als Cheftrainer übernommen und mit einem Kraftakt den ersten Abstieg der langen Vereinsgeschichte verhindert. Vor dem Beginn der Rückrunde steht der HSV nun im gesicherten Mittelfeld auf Platz 10.

Kurzer Vertrag aus gutem Grund

"Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir alle gern zusammenarbeiten. Es war nur eine Frage der Zeit, einfach mal ein paar Minuten zusammenzufinden. Ich bin froh, dass wir es jetzt geschafft haben, den Vertrag zu verlängern", sagte Labbadia während einer Presserunde auf dem Trainingsplatz in Belek.

Der Coach hat auch eine Erklärung für die vergleichsweise geringe Vertragslänge.

"Ich habe immer gesagt, dass ich persönlich keine Sicherheit brauche. Zweitens haben wir zur Genüge beim HSV gesehen, dass wir längerfristige Verträge gemacht haben, diese aber nicht gelebt haben", meinte Labbadia: "Für mich ist ganz entscheidend, dass wir alle zusammen diesen Verein miteinander leben. Wir werden uns immer wieder zusammensetzen und sehen 'passt es oder passt es nicht?'".

"Mammut-Aufgabe" und "Bergtour"

Schon zwischen 2009 und 2010 hatte der frühere Stürmer Labbadia den HSV betreut, es folgte eine Station beim VfB Stuttgart. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde Labbadia für seine "hervorragende Leistung, einen schon fast totgeglaubten HSV zu neuen sportlichen Erfolgen geführt zu haben" vom Fernsehsender Hamburg 1 in der Kategorie Sport zum Hamburger des Jahres gewählt.

"Ich möchte diese Mammut-Aufgabe, die wir vor uns haben, gemeinsam mit dem Verein und den Personen gehen. Ich freue mich auf das Ganze. Mein Denken ist kurzfristig: 'Wie schaffen wir die Rückrunde? Was müssen wir tun?'. Aber natürlich auch mittelfristig, weil ich mir wünsche, dass wir alle zusammenarbeiten", so Labbadia, der die Ziele "Schritt für Schritt" umsetzen will.

"Wir sind auch darauf eingestellt, dass wir dabei eine richtige Bergtour vor uns haben. Es ist auch reizvoll, einen Weg zu gehen, der etwas schwieriger und komplizierter sind."

Labbadia wandte sich zudem auf Twitter in einer Videobotschaft an die Fans.

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