vergrößernverkleinern
Robert Lewandowski erzielte in Hamburg einen Doppelpack
Robert Lewandowski erzielte in Hamburg einen Doppelpack © Getty Images

Hamburg - Der FC Bayern gewinnt zum Rückrundenauftakt mit Mühe beim Hamburger SV. Robert Lewandowski erzielt einen Doppelpack, HSV-Trainer Bruno Labbadia ist nach dessen Toren bedient.

Kein Glanz, aber ein wichtger Doppelpack von Robert Lewandowksi zum Start von Pep Guardiolas Abschiedstournee: Der FC Bayern München hat zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Bundesliga dank seines treffsicheren Torjägers 2:1 (1:0) beim Hamburger SV gewonnen.

In Spiel eins nach Bekanntgabe des sommerlichen Trainerwechsels von Guardiola auf Carlo Ancelotti stotterte der Bayern-Motor allerdings noch erheblich. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

© SPORT1

Lewandowski schnürt Doppelpack

Vor allem Lewandowski verdankten die Gäste ihren 70. Sieg in 86 Bundesliga-Spielen unter Guardiola.

Erst traf der Pole vor dem Halbzeitpfiff per Foulelfmeter (37.), den HSV-Torwart René Adler an Weltmeister Thomas Müller verursacht hatte. Nach dem Ausgleich durch Aaron Hunt (53.) brachte der Stürmerstar die Bayern mit seinem 17. Saisontreffer und zugleich 50. Pflichtspieltreffer für den Rekordmeister wieder auf Kurs (61.).

Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund beträgt nun für mindestens eine Nacht elf Punkte. (Die Tabelle der Bundesliga)

"Wir haben in der ersten Halbzeit alles unter der Kontrolle und in der zweiten mal kurz geschlafen, aber am Ende war der Sieg verdient. Nach der Winterpause brauchen wir auch ein wenig Zeit, wichtig waren heute die drei Punkte", sagte der zufriedene Matchwinner Lewandowski nach dem Abpfiff bei der ARD.

Derweil bezeichnete HSV-Coach Bruno Labbadia die Niederlage bei Sky als "zum Kotzen. Das waren billige Gegentore, das war einfach ärgerlich", sagte Labbadia: "Wir haben in der ersten Halbzeit kaum Chancen zugelassen, aber so ein Duseltor zum 1:2 kotzt mich einfach an. Das waren Dreckstore, die wir heute kassiert haben."

© SPORT1

Bissiger HSV ärgert Bayern

Bei klirrender Kälte kamen die Bayern vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion zunächst kaum auf Betriebstemperatur. Stattdessen ärgerte der HSV den Rekordmeister mit aggressiven Zweikämpfen und gelegentlichen Nadelstichen.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

"Wir brauchen einen Sahnetag, um die Bayern zu schlagen", hatte Labbadia vor dem Duell gesagt.

Und der Start fiel durchaus nach dem Geschmack des 49-Jährigen aus, der vor Spielbeginn grünes Licht vom zuletzt angeschlagenen Toptorjäger Pierre-Michel Lasogga und von Kapitän Johan Djourou (Knie) bekommen hatte. Den ersten Warnschuss feuerte Hunt ab (13.), acht Minuten später verzog Dennis Diekmeier aus 20 Metern knapp. (Die Statistiken zum Spiel)

Guardiola, der in Hamburg unter anderem auf die verletzten Topstars Mario Götze und Franck Ribéry verzichten musste, stand an der Seitenlinie und konnte mit dem Vortrag noch nicht zufrieden sein. Die Außenstürmer Kingsley Coman und Douglas Costa, die den Vorzug vor Arjen Robben bekommen hatten, setzten Lewandowski im Zentrum kaum in Szene.

Der sichere verwandelte Elfmeter des Polen brachte immerhin die Halbzeitführung.

Boateng verletzt

Nach dem Wechsel agierte der klare Favorit zielstrebiger und kam häufiger zum Abschluss.

Der bis dahin blasse Costa verzog von der Strafraumgrenze, kurz später prüfte Lewandowski Adler (49., 50.). Plötzlich ging es hoch her, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freistoß von Hunt, bei dem Xabi Alonso noch mit der Fußspitze dran war, drängte auch der HSV auf einen zweiten Treffer. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

In dieser Phase musste Guardiola einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nationalspieler Jerome Boateng humpelte in der 56. Minute nach einem Zweikampf wegen einer Oberschenkelverletzung vom Feld, für ihn kam Javi Martinez - und der bekam in der Schlussphase noch einiges zu tun. Denn auch mit der erneuten Führung im Rücken zeigten die Münchner nicht die gewohnte Souveränität.

Alle Bundesligaspiele gibt es live und kostenlos in unserem Sportradio SPORT1.fmEntweder mit der kostenlosen SPORT1.fm-App oder auf www.sport1.fm.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel