Video

Die neue Spielergeneration macht Schiedsrichter Knut Kircher den Abschied aus der Bundesliga leichter.

"Die Spieler könnten teils meine Söhne sein, der Umgang ist anders geworden", erklärte Kircher, der seit 2001 in der Bundesliga pfeift, im Interview mit Funke Sport: "Ich bin mit anderen Spielertypen groß geworden. Die heutige Generation hat andere Ansprüche."

Mit etwas Wehmut blickte Kircher zurück. "Ich frage mich, ob es immer noch diese Typen gibt. Da denke ich zum Beispiel an einen Mario Basler, an Stefan Effenberg oder an Lothar Matthäus. An denen hat man sich gerieben, sich gemessen", sagte der 46-Jährige.

Generell bedauert er seinen Abschied zum Saisonende jedoch nicht. "In der heutigen Situation wäre es für mich keine Option gewesen, noch ein paar Jahre dranzuhängen, selbst wenn die Altersgrenze abgeschafft worden wäre. Es war eine schöne Zeit, aber im Sommer ist Schluss. Und das zum richtigen Zeitpunkt", sagte Kircher.

Nach dem erzwungenen Karriereende - Kircher scheidet am Saisonende wie auch Florian Meyer und Michael Weiner wegen des Erreichens der Altergrenze von 47 Jahren aus - will er erfahrene Unparteiische aber dem Schiedsrichterwesen erhalten bleiben.

"Ich habe schon signalisiert, dass ich meine Erfahrungen gerne weitergeben will", sagte Kircher, der von 2004 bis 2012 auch FIFA-Schiedsrichter war: "In welcher Form, das wird sich bald zeigen, da finden wir sicher einen guten Weg."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel