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Im Hinspiel setzte es für den HSV gegen Robert Lewandowski (l.) und Co. eine 0:5-Packung © Getty Images

Hamburg - Große Chancen rechnen sie sich nicht aus beim HSV für den Rückrundenauftakt gegen den FC Bayern am Freitag. Dabei gibt es durchaus auch Gründe, optmistisch zu sein.

Uwe Seeler macht sich mal wieder Sorgen. "Ich hoffe nur, dass das einigermaßen über die Runden geht und der HSV zumindest ein bisschen dagegenhalten kann", sagte die Legende des Hamburger SV vor dem Rückrundenauftakt der Hamburger Morgenpost.

Eine Überraschung seines Herzensklub gegen den FC Bayern am Freitag (ab 20 Uhr im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) erwartet Seeler jedenfalls nicht. "Diese Hoffnung besteht ganz bestimmt nicht."

Klar, die Statistik spricht nicht gerade für die Hamburger. Seit Sommer 2011 holte der FC Bayern satte 211 Punkte mehr als der HSV, von den letzten zwölf Pflichtspielen gegen den Rekordmeister verlor der HSV neun. Zum Hinrundenauftakt setzte es ein 0:5.

Auch Trainer Bruno Labbadia klang schon mal optimistischer. Drei Niederlagen in den Testspielen, dazu die Blessuren von unter anderem Emir Spahic, Johan Djourou und Gojco Kacar können einem schon mal aufs Gemüt schlagen.

"Jeder hat mitbekommen, dass die Vorbereitung nicht optimal verlaufen ist", sagte Labbadia und bemühte dann eine seiner Lieblingsformeln. Der HSV bräuchte "einen Sahnetag", um die Münchner zu schlagen.

Doch ist der Pessimismus wirklich angebracht?

Sechs Dinge, die dem HSV – und allen, die noch auf ein Fünkchen Restspannung im Titelkampf hoffen möchten – gegen Bayern Mut machen sollten:

Labbadia weiß, wie man Bayern schlägt:

Beim letzten Sieg des HSV gegen den FC Bayern hieß der Trainer: Bruno Labbadia. Am 26. September 2009 gewann Hamburg mit 1:0.

Macht es wie 2009!

Das letzte Mal, als Hamburg die Bayern zum Rückrundenauftakt empfang, gewannen sie: 1:0 stand es am 30. Januar 2009 am Ende für den HSV. Torschütze: Mladen Petric.

Die Bayern wissen nicht genau, wo sie stehen:

Trainer Pep Guardiola verzichtete während des Trainingslagers in Katar auf Testspiele, beim einzigen Spiel in der Winterpause blamierte sich das Starensemble beim KSC mit 1:2. "Wir können in Hamburg verlieren, wir wissen nicht, wo unser Niveau ist", sagte Guardiola am Donnerstag.

Bayern zum Rückrundenauftakt mit normaler Bilanz:

1:4, 2:0, 2:0, 1:3, 1:1, 2:0, 0:1, 2:1, 2:3, 3:1: Das waren in den letzten zehn Jahren die Ergebnisse der Bayern am 18. Spieltag. Sprich: Fünf Siege, ein Unentschieden, vier Niederlagen. Die Bilanz der Münchner zum Rückrundenauftakt ist okay, aber längst nicht so außergewöhnlich wie an allen anderen Spieltagen. Die Chance für den HSV?

Dem HSV liegen Top-Teams zu Hause:

Seit der Saison 2014/2015  gelangen dem HSV gegen absolute Top-Mannschaften zu Hause starke fünf Siege, in dieser Saison gewann man etwa mit 3:1 gegen Dortmund. Gegen Mittelklassemannschaften wie Augsburg, Frankfurt, Freiburg, Hertha, Hoffenheim oder Köln gewannen die Hamburger im gleichen Zeitraum gerade einmal ein Heimspiel.

Bayern auswärts nicht so torhungrig wie in der Allianz Arena:

Der FC Bayern erzielte in acht Auswärtsspielen 14 Tore. Daheim waren es 32. Das einzige Unentschieden (0:0 gegen Frankfurt) und die einzige Niederlage (1:3 gegen Mönchengladbach) kassierte Bayern in fremden Stadien. Der HSV hat sich zudem zu einer kampfstarken und unangenehmen Mannschaft entwickelt. Bisher führten die Hamburger die drittmeisten Zweikämpfe aller Mannschaften und spielten am zweithäufigsten Foul. Mit einer kompakten und gleichzeitig mutigen Mannschaftsleistung könnten sie auch die Bayern ärgern.

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