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Mario Götze befeuert im Trainingslager Gerüchte über einen Abgang vom FC Bayern, schwört dem Klub dann aber die Treue. Jedoch nur für einen gewissen Zeitraum.

Sichtlich irritiert ob der Frage sank Mario Götze zurück in den mondänen Sessel im Grand Heritage Hotel. Schnaufte erst einmal durch. Das Lächeln verschwand.

Er wisse nicht, warum Matthias Sammer sauer auf ihn sein sollte. Niemand würde den Fokus verlieren, alle Spieler des FC Bayern seien Profis genug. Götze selbst hatte seinem Chef jedoch eine Steilvorlage für etwaige Wutausbrüche geliefert.

Götze sorgt für Unruhe

Sportvorstand Sammer hatte zu Beginn des Trainingslagers in Katar klar und unmissverständlich gefordert, dass alle Nebenkriegsschauplätze ausgeschaltet werden müssen. Götze hatte am Vortag einen neuen eröffnet.

Der derzeit noch verletzte Nationalspieler, dessen Vertrag bis 2017 dotiert ist, erklärte in der Sportbild, dass seine Zukunft nach dieser Saison offen sei und schwärmte von Ex-Trainer Jürgen Klopp - genau an dem Tag, als über ein Interesse der Reds am Finalhelden der WM 2014 berichtet wurde.

Kein Wechsel im Winter

Von einem Interesse Liverpools wollte Götze einen Tag später jedoch nichts wissen. Weder er selbst habe mit Klopp gesprochen, noch sei sein Berater auf ihn zugekommen.

Stattdessen bekannte sich Götze klar zum FC Bayern. "Ich bin hier sehr glücklich und kann ausschließen, dass ich den Verein im Winter verlasse", so der 23-Jährige: "Ich will ein Gesicht des FC Bayern werden."

Beste Ausgangsposition

Die Frage ist: Warum bringt sich Götze dann immer wieder selbst in die Schusslinie, wo er doch in einer mehr als komfortablen Position ist.

Er kann sich in Ruhe auf sein Comeback vorbereiten mit dem Wissen, dass Trainer Pep Guardiola, mit dem er nicht das allerbeste Verhältnis pflegt, die Münchner am Saisonende verlassen wird.

In der kommenden Saison kann er sich dann ein Jahr lang unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti beweisen. Kommt er auch dann nicht wie gewünscht zum Zuge, ist er - insofern die Bayern nicht noch Ablöse kassieren wollen - nach der Saison ablösefrei und kann sich seinen neuen Klub aussuchen. An Interessenten wird es nicht mangeln.

Doch eigentlich will er ja gar nicht weg. Sagt er. Er freue sich auf Ancelotti, erklärte Götze, Toni Kroos und auch Xabi Alonso hätten nur Gutes von dem Italiener erzählt.

Am liebsten würde Götze allerdings selbst vom kommenden Trainer hören, welche Stücke er auf ihn hält. "Es wird sich zeigen, ob er das Gespräch mit mir sucht. Es ist für jeden Spieler wichtig zu wissen, was der Verein und der Trainer planen."

Planungssicherheit in Sachen Götze hat nun auch der FC Bayern - zumindest bis zum Ende der Saison. "Zu sagen, was darüber hinaus passiert, ist schwierig."  Zitat: Mario Götze.

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