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Mit dem Sieg gegen Mainz 05 setzt der FC Ingolstadt seine beachtliche Saison fort. Von warnenden Beispielen früherer Aufsteiger will sich der FCI nicht beirren lassen.

Ein kurzes Freudentänzchen, mehr Ausgelassenheit gönnte sich der bärenstarke Ramazan Özcan nicht.

"Wir wissen, dass wir noch 16 Schlachten zu schlagen haben", sagte der Torwart des FC Ingolstadt nach dem hart erkämpften 1:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05.

Auch wenn sich der Liga-Neuling mit 23 Punkten nach 18 Spielen in einer komfortablen Situation befindet, ist das warnende Beispiel der Aufsteiger vergangener Jahre Lehre genug. (DATENCENTER: Tabelle der Bundesliga)

Der SC Paderborn in der vergangenen Saison oder Fortuna Düsseldorf in der Spielzeit 2012/13 - beide vergaben ihre gute Ausgangsposition in der Rückrunde noch und mussten wieder runter.

Den Schanzern soll das nicht passieren. "Die Statistiken anderer Aufsteiger sind uns unter die Nase gehalten worden", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl, sieht aber keinen Grund, warum es seiner Mannschaft ähnlich ergehen sollte: "Wir sind mit unserer Art und Weise bisher gut gefahren."

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Mit Penetranz zum Erfolg

Diese Art und Weise schmeckte auch Mainz nicht. Der FCI ist ein penetranter Gegner, keiner, der für "jogo bonito", das "schöne Spiel" steht.

Wer gegen Ingolstadt spielt, der muss sich auf seine Grundtugenden verlassen können: auf Einsatz, auf Wille, auf Laufbereitschaft. Mainz hatte damit zuweilen Probleme.

Ein kritisches Fazit zog deshalb FSV-Coach Martin Schmidt. "Das war zu wenig", sagte er - und wollte auch den von den meisten Mainzern angezweifelten Handelfmeter, den Moritz Hartmann (41.) zum Tor des Tages nutzte, nicht als Ausrede anbringen: "Wir sollten uns lieber selber an der Nase nehmen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Strittiger Strafstoß

Ingolstadt war die Diskussion um die Aktion des Mainzer Verteidigers Stefan Bell ("Ich denke, es war eine ganz normale Körperhaltung") leidlich egal, und naturgemäß sahen sie die Szene ohnehin anders.

Die Schanzer pusteten lieber kräftig durch, weil sie die realistische Chance auf ihren sechsten Saisonsieg (Hasenhüttl: "Ein typisches FCI-Spiel") genutzt hatten. (Die Statistiken zum Spiel)

Am nächsten Spieltag muss Ingolstadt zu Borussia Dortmund, "das war der einzige Gegner, der uns an die Wand gespielt hat", sagte Pascal Groß, der BVB-Fan, der dann wegen einer Gelbsperre fehlen wird.

Jetzt nach Dortmund

Eine 0:4-Abreibung hatten die Donaustädter zu Hause vom Vizemeister bekommen, es hätte damals noch schlimmer ausgehen können.

Für Hasenhüttl ist Dortmund "eh ein Bonusspiel", diese Punkte plant der Österreicher nicht ein. Der 48-Jährige sieht eher das große Ganze und findet, seine Elf sei durchaus gewappnet. "Wir sind besser geworden, wir sind stärker geworden", sagte er, und fragte: "Warum sollen wir nicht sogar mehr Punkte holen als in der Hinrunde?" Da waren es 20.

Also kein direkter Wiederabstieg? "Es tut gut, gleich mit einem Dreier zu starten, das steigert unser Selbstvertrauen", betonte Özcan, den sie alle "Rambo" nennen. Eine Kampfansage gab es von ihm trotzdem nicht: "Das war enorm wichtig, die nächsten Wochen werden pickelhart", sagte er nur.

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