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Leroy Sane erzielte in der laufenden Bundesliga-Saison schon vier Tore für Schalke
Leroy Sane erzielte in der laufenden Bundesliga-Saison schon vier Tore für Schalke © Getty Images

München - Die Wechselgerüchte um den Schalker reißen nicht ab. Eine angebliche Ausstiegsklausel soll ihm den Weg nach Barcelona ebnen. Sein Berater dementiert bei SPORT1 aber.

Am vergangenen Dienstag wurde Leroy Sane 20 Jahre alt. Weil sich der Schalke-Youngster aber derzeit mit seinem Verein im Trainingslager in Orlando befindet, fiel die große Party aus. Dabei hätte er allen Grund zum Feiern gehabt.

Nicht nur, dass er bei den "Knappen" in der Hinrunde so richtig durchstartete und gegen Frankreich sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft feierte - auch finanziell machen sich seine Leistungen im wahrsten Sinne bezahlt.

Angeblicher Mega-Deal mit Nike

So hat das Ausnahmetalent nach Informationen der Sport Bild einen lukrativen und bis 2020 gültigen Deal mit Sportartikelhersteller Nike abgeschlossen. Inklusive einiger Boni soll er durch diesen bis zum Ende der Vertragslaufzeit über eine Million Euro verdienen können.

Das US-Unternehmen denke demnach sogar schon darüber nach, Sanes Vertrag noch einmal aufzubessern, für den Fall dass ihm bei der bevorstehenden EM schon der internationale Durchbruch gelingt - und er im Sommer zu einem absoluten Topklub wechselt.

Doch genau hier liegt der Knackpunkt: Denn während einige Medien in den vergangenen Tagen darüber berichteten, dass das derzeit begehrteste deutsche Talent im Juni die Biege mache, wollten sie auf Schalke nichts darüber wissen.

"Es gibt keine Klausel"

So folgte einem Bericht der Bild, nach dem Sane den Verein im Sommer dank einer angeblich bestehenden Ausstiegsklausel in Höhe von 37 Millionen Euro verlassen könne, das umgehende Dementi von Schalkes Sportvorstand Horst Heldt.

Bei SPORT1 bestätigte nun auch die Sane-Seite, dass der noch bis Juni 2019 laufende Vertrag des Jungprofis keinerlei Möglichkeiten bietet, bereits nach dieser Saison das Weite zu suchen. "Sie können die Aussage von Horst Heldt eins zu eins übernehmen. Es gibt keine Klausel", verriet Sanes Berater Jürgen Milewski. 

Damit ist wohl auch die Meldung der französischen Sportzeitung L'Equipe hinfällig, die sich ebenfalls auf die angebliche Klausel berief - und sogar schon Sanes angeblich neuen Klub nannte.

Das Blatt hatte geschrieben, dass sich der Offensivmann bereits mit dem FC Barcelona einig sei und dort die nächste Stufe seiner bis dahin ohnehin schon steil nach oben verlaufenden Karriere erklimmen werde.

Elgert wünscht sich Sanes Verbleib

Ganz so schnell wird es nun also vermutlich nicht gehen. Zumindest nicht durch eine Klausel.

Nach Ansicht von Schalkes Nachwuchstrainer Norbert Elgert käme ein Wechsel zum spanischen Topklub im Sommer für den jungen Sane ohnehin zu früh.

"Ich denke, Leroy würde keinen Fehler machen, wenn er noch ein bisschen länger auf Schalke bleibt, um den angefangenen Weg zu bestätigen", sagte das Schalker Urgestein zuletzt am Rande des Mercedes-Benz Junior Cups in Sindelfingen zu SPORT1.

"Er hat noch Luft nach oben. Er wird auch mal Täler zu durchwandern haben, und das fällt dir in der Heimat leichter", so Elgert.

Nur seinen Geburtstag wird Sane also wohl auch im kommenden Jahr wieder in der Fremde feiern - im Trainingslager seiner Schalker.

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