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Jerome Boateng fühlt sich gut vorbereitet
Jerome Boateng fühlt sich gut vorbereitet © Getty Images

Jerome Boateng fühlt sich mit einer anderen Bezeichnung besser getroffen. Manuel Neuer fürchtet nach dem Teamabend keinen "Banana-Effekt". Die Bayern freuen sich auf Juve.

Das Champions-League-Achtelfinale zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin ist zwar noch mehr als einen Monat entfernt, wirft aber schon seine Schatten voraus.

In der Presserunde des FC Bayern im Trainingslager war das Duell mit dem italienischen Finalisten des Vorjahres eines der Hauptthemen. Die Bayern freuen sich auf die Spiele.

"Wir haben einen Kracher bekommen, aber sie wissen auch, dass sie gegen Bayern München spielen. Wir brauchen uns überhaupt nicht verstecken. Ich mag diese Spiele gegen klasse Spieler und Top-Mannschaften", sagte Manuel Neuer: "Wir spielen gegen den Finalisten den letzten Jahres und müssen bis dahin voll im Soll sein und hoffen, dass alle Mann an Bord sind."

Boateng als "Abteilungsleiter Defensive"

Auch sein Teamkollege Jerome Boateng blickte den Partien bereits entgegen – und hat besonders einen früheren Mitspieler im Auge.

"Mandzukic wird absolut heiß sein, genauso wie Arturo und Kingsley", meinte Boateng über die Akteure, die auf ihre Ex-Klubs treffen: "Es ist ein sehr unangenehmer Gegner mit guten Einzelspielern, der aber vor allem als Team sehr gut harmoniert. Italienische Mannschaften sind immer auch abgezockt und taktisch sehr gut geschult. Es wird ein enges Duell. Da brauchen wir zwei Top-Leistungen."

Der Weltmeister ist kein Fan davon, Abwehrchef genannt zu werden. Auf die Frage, welche Rolle er in der Verteidigung inne habe, entschied sich Jerome Boateng für die Antwortmöglichkeit "Abteilungsleiter Defensive" und gegen "Abwehrchef".

Eine entscheidende Rolle gegen Juventus spielt laut Neuer dabei die "alte" Flügelzange Franck Ribery und Arjen Robben. "Sie sind sehr wichtig für uns. Sie haben international Spiele entschieden. Gegner haben großen Respekt", meinte Neuer, der am trainingsfreien Samstag eine Sondereinheit einlegte: "Ich brauche auch mal eine Extraschicht."

Kein "Banana-Effekt"

Neuer sprach auch über Christian Früchtl, den 15-jährigen Torwart, der in Doha mit dabei ist.

"Er ist eineinhalb Köpfe größer als ich in dem Alter. Er hat eine sehr gute Statur und versucht sehr viel zu lernen. Wir beziehen ihn unabhängig vom Alter ganz normal ein. Er ist ein festes Mitglied im Torwartkreis und es macht Spaß mit ihm zu trainieren", meinte der Welttorhüter: "Wo es mit ihm hingeht kann man noch nicht sagen. Er hat Talent und gute Voraussetzungen, aber für eine Prognose ist es noch zu früh."

Während des Trainingslagers legte die Mannschaft einen Teamabend auf der künstlich angelegten Insel "Banana Island" in der Bucht vor Doha ein. "Wir haben gut gegessen, es hat Spaß gemacht", meinte Neuer, der augenzwinkernd anfügte, dass es keinen "Banana-Effekt" geben werde.

Den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde habe man auf alle Fälle gelegt. "Wir haben gut gearbeitet und intensiv trainiert", zog Boateng ein zufriedenes Zwischenfazit.

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