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DFL New Year Reception
Sylvia Schenk (rechts) ist die Reise des FC Bayern nach Katar ein Dorn im Auge. © Getty Images

Die Anti-Korruptionsexpertin geht mit dem Rekordmeister wegen der Reise nach Katar hart ins Gericht. Die Meinung von Karl-Heinz Rummenigge teilt sie nicht.

Die Anti-Korruptions-Expertin Sylvia Schenk hat den FC Bayern München für seinen Umgang mit dem Trainingslager in Doha/Katar scharf kritisiert.

Die Frankfurter Rechtsanwältin warf dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge in einer Kolumne bei Focus online unter anderem eine "erschreckende Verharmlosung der Probleme" vor Ort vor. 

Schenk bezieht sich auf ein Zitat von Rummenigge aus einem Interview mit Sport Bild Mitte Dezember. "Wir wissen, dass wir in ein Land fahren, in denen die Menschen teilweise eine andere Kultur als in Deutschland pflegen. Aber ein Trainingslager ist keine politische Äußerung", hatte der Münchner Vorstandschef dort unter anderem gesagt.

Kultur sei das eine, schrieb Schenk, an der Achtung der Menschenrechte und der Arbeitsrechte hapere es in Katar nach wie vor.

Sie warf Rummenigge vor, "eben doch eine eminent politische Aussage" zu senden, und ergänzte: "Wer wie der FC Bayern (bzw. die gesamte Bundesliga) für sich eine wichtige gesellschaftliche Rolle in Anspruch nimmt, trägt auch gesellschaftliche Verantwortung – und die hört nicht an Landesgrenzen auf."

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