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München - Manchester City soll auf Dortmunds Julian Weigl scharf sein. Guardiola könnte eine entscheidende Rolle spielen, der BVB bereits einen Nachfolger an der Angel haben.

Kehrt Senkrechtstarter Julian Weigl Borussia Dortmund nach nur einer Saison schon wieder den Rücken?

Manchester City soll bereit sein, ein Angebot über 25 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler vorzulegen. Das berichten Sport Bild und Sky Sport News HD.

Es wäre ein Wechsel, den vor gut einem halben Jahr vermutlich noch keiner oder nur die wenigsten für möglich gehalten hätten.

Der bei genauer Betrachtung aber durchaus Sinn ergeben würde.

Guardiola schwärmt vom BVB-Youngster

Denn auch wenn es noch von keiner Seite offiziell bestätigt wurde, gilt es als beschlossene Sache, dass der scheidende Bayern-Trainer Pep Guardiola ab Sommer in Manchester auf der Bank sitzen wird.

Und der spanische Starcoach ist längst ein bekennender Fan des 20 Jahre jungen Weigl.

Bei einer Pressekonferenz Anfang Oktober hatte Guardiola den Dortmunder Shootingstar mit Lob geradezu überschüttet - und ihm eine baldige Karriere in der Nationalmannschaft prophezeit.

Vor dessen Wechsel vom Beinahe-Zweitliga-Absteiger 1860 München zum BVB im vergangenen Sommer habe er Weigl zwar nicht gekannt, räumte Guardiola offen ein.

Dass Dortmund zentraler Mann zwischen Offensive und Defensive "alle Voraussetzungen hat, um auf dieser Position zu spielen" und "für seine Mannschaft sehr wichtig ist", registrierte der ehemalige Barca-Coach aber sehr wohl.

Intern soll er den Bayern-Bossen sogar vorgeworfen haben, Weigls Talent und seine stetigen Fortschritte in der Jugend des Stadtrivalen 1860 über all die Jahre hinweg übersehen zu haben.

Toure könnte der Leidtragende sein

Durchaus denkbar also, dass Guardiola den technisch und taktisch hoch versierten U21-Nationalspieler nun mit auf die Insel nehmen möchte.

Was im Lager der Citizens aber bei weitem nicht allen schmecken würde. Mittelfeldstar Yaya Toure beispielsweise war schon zu gemeinsamen Zeiten beim FC Barcelona nicht wirklich gut mit Guardiola zurechtgekommen - und 2010 schließlich nach Manchester geflüchtet.

"Ich weiß nicht, was Guardiolas Pläne sind, aber - nach dem, was in Barcelona passiert ist - macht es uns natürlich Sorge, dass Yaya aus dem Team fliegt wenn er kommt", sagte der Berater des Ivorers, Dimitri Seluk, kürzlich dem Mirror und fügte hinzu: "Yaya und ich hoffen, dass es nicht so kommt."

Was die Toure-Seite dann erst von einer Verpflichtung Weigls halten würde, liegt auf der Hand. Rein von der Position her könnte Weigl durchaus ein Konkurrent für Afrikas viermaligen Fußballer des Jahres sein.

Nordtveit als Nachfolger?

Beim BVB nahm Weigl zwar gleich in seiner ersten Bundesliga-Halbserie an insgesamt 29 Pflichtspielen teil. Aber in Anbetracht ihrer stattlichen Auswahl an Mittelfeldakteuren im Kader könnten die Borussen seinen möglichen Abgang wohl sogar verschmerzen.

Immerhin stehen mit Ilkay Gündogan, Gonzalo Castro oder Sven Bender noch etliche Alternativen für das Zentrum zur Verfügung.

Auch Abwehrrecke Matthias Ginter hat sich bereits erfolgreich auf dieser Position versucht, mit dem langzeitverletzten Nuri Sahin kehrt zur Rückrunde zudem ein weiterer gelernter Sechser ins Team zurück.

Nach Informationen der Sport Bild basteln die Dortmunder darüber hinaus an einer Verpflichtung von Havard Nordtveit, dessen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach im Sommer ausläuft.

Der 25 Jahre alte Norweger passt - genau wie Weigl - perfekt in das von BVB-Coach Tuchel bevorzugte Profil des ballsicheren Allrounders - und wäre durchaus ein geeigneter Nachfolger.

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