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Pep Guardiola kann den Maulwurf beim FC Bayern nicht finden. Deswegen versucht er es erst gar nicht mehr. Diese Lektion lernte er offenbar gleich zu Beginn in München.

Trainer Pep Guardiola hat beim FC Bayern offenbar Indiskretionen von Seiten der Spieler akzeptiert.

"Ich habe das gleich in meinem ersten Jahr gemerkt. Wenn ich eine Besprechung habe, dann steht es am nächsten Tag in der Zeitung. Das ist so. Ich habe versucht, dagegen zu kämpfen, aber das bringt nichts", sagte der Trainer der Münchner am Freitag.

Seine Botschaft an die Journalisten: "Ich war neu hier, habe nach zwei Monaten gemerkt, dass das hier so ist. Da habe ich nicht mehr gekämpft. Ich kann mit dieser Situation leben. Trainer hier, in England, in Spanien haben kein Prestige. Aber hier ist es gemütlich im Vergleich zu Spanien. Ihr seid sehr korrekt."

Der kicker hatte zuvor einen namentlich nicht genannten Bayern-Profi zitiert, die Stimmung in der Mannschaft sei derzeit - auch wegen Guardiola - "nicht gut". Scherzhaft kommentierte Guardiola: "Wo spielt dieser Anonymus? Wo? Ist er Rechtsverteidiger oder Innenverteidiger? Oder nach vorne? Wo spielt er? Oder vielleicht ist er aus dem Staff? Ich kenne diesen anonymen Spieler nicht."

Guardiola betonte zwar, die Stimmung sei "gut", bestätigte den Bericht des Magazins aber zumindest in Teilen.

Der Coach (45) berichtete, dass der eine oder andere Spieler - wie im kicker wiedergegeben - zum Start der Rückrundenvorbereitung "ein, zwei Kilo" über Optimalgewicht gelegen habe. Inzwischen sei jedoch das Gewicht bei allen "perfekt".

Auch, dass die Profis ihre freien Tage auf Anweisung des Klubs bis zum Saisonende zu Hause verbringen sollen, bejahte Guardiola.

All dies sei aber ein normaler Vorgang. "Was ist das Problem?", fragte Guardiola immer wieder verständnislos.

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