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FC Ingolstadt v FC Augsburg - Bundesliga
Matthew Leckie (l.) von Ingolstadt lieferte eine schwache Leistung ab © Getty Images

Ingolstadt - Augsburg-Verteidiger Konstantinos Stafylidis gelingt ein herrlicher Treffer im Bayern-Derby. Das Spiel gewinnt aber der FC Ingolstadt, dank eines umstrittenen Elfmeters.

Mit einer passiven Vorstellung hat der FC Augsburg  seinen ersten Rückrundensieg leichtfertig vergeben.

Die Schwaben ließen in einem phasenweise ruppigen bayerischen Derby bei Aufsteiger FC Ingolstadt eine Führung ungenutzt und verloren letztlich völlig verdient mit 1:2 (1:0).

Moritz Hartmann sorgte durch einen umstrittenen Foulelfmeter (85.) für den Erfolg der Schanzer, die schon das Hinspiel in Augsburg gewonnen hatten.

FCA-Trainer Weinzierl sah die entscheidende Spielszene kritisch: "Ein 1:1 wäre das einzig vernünftige Ergebnis gewesen. Wie der Schiri da auf Elfmeter entscheiden kann, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Das war eine katastrophale Schiedsrichterleistung mit vielen unsouveränen Entscheidungen."

Weinzierl erwartet negative Folgen durch die Niederlage: "Unsere Serie wurde mit einem Pfiff kaputtgemacht. Das ist eine unheimlich bittere Niederlage, ein Schlag, der uns zurückwirft."

Die Augsburger kassierten damit nach sieben Meisterschaftsspielen wieder eine Niederlage und zugleich einen deftigen Rückschlag.

Ingolstadt verbesserte sich dagegen mit nun 26 Punkten in die obere Tabellenhälfte und hat nunmehr ein äußerst komfortables Polster auf die Abstiegszone. (SERVICE: Statistiken zum Spiel)

"Wir haben nicht gut begonnen und keinen Zugriff gehabt. Wir sind dann aber sehr griffig aus der Pause gekommen und haben viel investiert", sagte FCI-Trainer Hasenhüttl.

Mit seinem Trainer-Kollegen fühlt Hasenhüttl mit: "Vor einer Woche haben wir in Dortmund für viel, viel mehr nichts bekommen, das ist schon bitter für Augsburg. Kein Mensch hatte es auf der Rechnung, dass wir im Mittelfeld mitschwimmen."

Stafylidis gelingt Traumtor

Dank eines Traumtores von Konstantinos Stafylidis lagen die Augsburger schon in der 14. Minute vorne. Der Direktschuss des Griechen aus gut 20 Metern schlug unhaltbar im rechten Winkel ein.

Stafylidis' erstes Bundesliga-Tor war zugleich der erste FCA-Treffer in der Rückrunde. FCI-Kapitän Marvin Matip (59.) glich später per Kopf aus und sorgte für das erste Augsburger Gegentor in der Fremde seit Oktober 2015 (1:5 bei Borussia Dortmund).

Insgesamt aber war die Begegnung im mit 15.356 Zuschauern ausverkauften Sportpark doch arg zerfahren und so hart umkämpft, wie es erwartet worden war. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

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Emotionen kochen hoch

Immer wieder kochten auch die Emotionen hoch, Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) hatte doch seine Mühe mit den phasenweise sehr erhitzten Gemütern.

Ingolstadts große Schwäche war bis zum Ausgleich wieder einmal die Offensive. Zu selten setzte sich die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl bis dahin wirkungsvoll in Szene.

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Einer der wenigen echten Aufreger im Strafraum der Gäste war ein Schuss von Matip (38.), den Torschütze Stafylidis auf der Linie stoppte.
Der FCA steckte zunächst den Ausfall von Mittelfeldlenker Daniel Baier, der wegen eines Harrisses im Sprunggelenk wochenlang fehlt, recht passabel weg.

Offensivspiel lahmt

Im Offensivspiel waren konstruktive Aktionen aber eher selten, und dass der Europa-League-Teilnehmer in der Defensive erst einmal keine größeren Problem bekam, lag vor allem an den aufmerksamen Innenverteidigern Ragnar Klavan und Jeong-Ho Hong. Bisweilen agierte der FCA viel zu passiv.

Von einem "perfekten" Spiel, wie es sich Hasenhüttl gewünscht hatte, waren auch die Schanzer gerade vor der Pause ein Stück entfernt.(SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Doch mit ihrem enormen Einsatzwillen verschafften sie sich nach dem Wechsel zunehmend Vorteile.

Neuzugang Dario Lezcano (68.) wäre beinahe auch sein erstes Tor für Ingolstadt gelungen, und Hartmann (73.) hatte bereits vor seinem Siegtreffer vom Punkt noch eine gute Gelegenheit.

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