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Gelsenkirchen - Julian Draxler hat mit dem VfL Wolfsburg bei der Rückkehr an alte Wirkungsstätte wenig zu lachen, leitet die Pleite gegen Schalke auch noch ein. Die Fans spotten.

Weltmeister Julian Draxler hat bei seiner ersten Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte einen bitteren Nachmittag erlebt.

Der Nationalspieler verlor mit dem VfL Wolfsburg bei seinem Ex-Klub FC Schalke 04 mit 0:3 (0:2) und nach schwacher Leistung noch mehr den Anschluss an die Champions-League-Plätze.

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Der ehemalige Schalker Julian Draxler (l.) mit Leroy Sane, dem neuen Hoffnungsträger der Königsblauen © Getty Images

Während die Königsblauen zumindest vorübergehend auf Rang vier sprangen, liegen die Niedersachsen nach sieben Spielen ohne Sieg bereits sechs Punkte zurück.

Klaas-Jan Huntelaar (24.), Johannes Geis (35.) und Winter-Neuzugang Alessandro Schöpf (87.) erzielten die Tore für die Gelsenkirchener, die ihr sechstes Heimspiel in Folge gegen Wolfsburg gewannen.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Gellendes Pfeifkonzert für Draxler

159 Tage nach seinem fluchtartigen Abgang wurde Draxler von einem gellenden Pfeifkonzert in seinem alten Wohnzimmer begrüßt. "Ich wusste, dass es passieren wird. Ich verstehe die Fans, ich kann das nachvollziehen", sagte er bei Sky. "Ich freue mich unabhängig davon aber trotzdem, nach Schalke zurückzukommen. Das ist ein wunderschönes Stadion." (Die Statistiken zum Spiel)

© SPORT1

Der 22-Jährige, beim Schalker 0:3 im Hinspiel noch im königsblauen Trikot, ließ sich auch von einer Grippe unter der Woche die erste Partie gegen seinen Ex-Klub nicht nehmen.

Draxler, im Sommer nach 14 Jahren auf Schalke für die Vereinsrekordsumme von 35 Millionen Euro plus Bonuszahlungen nach Wolfsburg verkauft, wusste vorher, was ihn erwartet: "Von 60.000 werden 55.000 gegen mich sein."

Die Schalker Fans empfingen den verlorenen Sohn unfreundlich - aber längst nicht so feindselig wie in den vergangenen Jahren den zu Bayern München abgewanderten Nationaltorwart Manuel Neuer.

Caligiuri an die Latte

"Alle auf die Zehn", schallte durch die Arena, jede Ballberührung Draxlers wurde mit Pfiffen quittiert, jeder Ballverlust, jeder Fehlpass bejubelt. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Der Nationalspieler durfte zunächst im zentralen Mittelfeld wirken, bemühte sich in der Anfangsphase auch um spielerische Linie. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Das erste Ausrufezeichen setzte jedoch ein Nebenmann: Daniel Caligiuri traf mit einem Distanzschuss die Latte (22.).

Draxlers erster Torschuss war eine leichte Beute seines Ex-Kollegen Ralf Fährmann (24.).

Huntelaar sagt Danke nach Draxlers Fehlversuch

Zu allem Überfluss war Draxler auch noch am ersten Gegentreffer durch seinen ehemaligen Mitspieler Klaas-Jan Huntelaar beteiligt.

SPORT1-Reporter Thorsten Langenbahn twitterte: "Das freut den Schalker: Unmittelbar vor dem 1:0 durch den #Hunter hat #Draxler auf der Gegenseite schwach abgeschlossen."

Für den niederländischen Torjäger kam das 115. Pflichtspieltor für Königsblau mit Verspätung: Huntelaar hatte seit seinem letzten Treffer am 4. Dezember ein halbes Dutzend Großchancen ausgelassen.

Noch länger hatte Geis auf sein erstes Freistoßtor für Schalke warten müssen. Beim Kunstschuss des Ex-Mainzers war Draxler näher dran, als Teil der Wolfsburger Mauer aber machtlos.

Bendtner plötzlich in der Startelf

Je stärker Schalke wurde, desto mehr tauchte der Ex-Schalker unter. Die Fehlpässe häuften sich ebenso wie die verlorenen Zweikämpfe. Schalke-Trainer André Breitenreiter setzte auf die Elf, die in Darmstadt 2:0 gewonnen hatte.

Wolfsburgs Coach Dieter Hecking bot erstmals seit dem 7. November 2015 Stürmer Nicklas Bendtner, schon als Fehleinkauf abgestempelt, wieder in der Startformation auf.

Doch der Däne fand gegen die konzentrierte Schalker Abwehr überhaupt nicht ins Spiel.

Nach der Pause stellte Hecking um. Draxler musste wieder auf die linke Seite.

Neuzugang Schöpf trifft gleich

Vieirinha ging zurück in die Vierer-Abwehrkette, Sebastian Jung dafür auf die Sechs. Doch zwingender wurden die Wolfsburger Angriffe dadurch nicht.

Kurz vor Spielende setzte Schöpf den Schlusspunkt.

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