vergrößern verkleinern
FBL-GER-BUNDESLIGA-BERLIN-DORTMUND
Lukasz Piszczek (r.) und Mitchell Weiser im Luftduell © Getty Images

Berlin - Borussia Dortmund bleibt zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison ohne Tor, weil Hertha BSC klug verteidigt. Vor den Augen von Jose Mourinho bleiben Aubameyang und Reus blass.

Borussia Dortmund hat die Chance verpasst, den Druck auf Bayern München zu erhöhen und das Meisterrennen vielleicht doch noch einmal spannend zu machen. Das Team von Trainer Thomas Tuchel musste sich im Spitzenduell beim Tabellendritten Hertha BSC mit einem leistungsgerechten 0:0 begnügen. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Bei einem Sieg hätte der BVB den Rückstand auf die Bayern, die am Abend bei Bayer Leverkusen antreten, zumindest vorübergehend auf fünf Punkte verkürzen können. "Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir uns an das Spiel und die Bedingungen angepasst haben", sagte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel. "Der Platz ist in einem extrem bescheidenen Zustand, das macht keinen Spaß."

Gute erste Hälfte der Hertha

Mit dem Unentschieden verteidigte Dortmund zumindest seinen Zehn-Punkte-Vorsprung auf die Hertha, die sich das Remis in ihrem 1100. Bundesligaspiel mit einer spielstarken ersten Halbzeit verdiente. Trainer Pal Dardai bilanzierte: "Wir müssen noch lernen, gegen Top-Mannschaften die wenigen Chancen zu nutzen und die drei Punkte hier zu lassen." (DATENCENTER: Tabelle)

Das Olympiastadion war erstmals in dieser Saison mit 74.244 Zuschauern bis unters Dach gefüllt. Prominenter Besucher war der portugiesische Startrainer Jose Mourinho, der auf Einladung von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke das Spiel live verfolgte. Mourinho sah eine Anfangsphase, die überraschend von den Gastgebern bestimmt wurde.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Die Berliner versteckten sich nicht und suchten mit schnellem Direktspiel immer wieder den Weg nach vorne. Vladimir Darida (4.) und Abwehrspieler John Anthony Brooks (21.), der unter der Woche seinen Vertrag beim Hauptstadtklub bis 2019 verlängert hatte, vergaben beste Möglichkeiten zur Hertha-Führung. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

BVB schwerfällig

Dortmund tat sich unheimlich schwer, auf Betriebstemperatur zu kommen. Nationalspieler Marco Reus, der nach überstandener Viruserkrankung in die Startelf zurückgekehrt war, trat in der ersten Halbzeit kaum in Erscheinung. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Ein schwacher Auftritt des Gabuners © SPORT1

Dabei hatte BVB-Trainer Thomas Tuchel vor dem Spiel noch betont, er wolle aus Reus auf dem Rasen "ein Monster" machen. Erst als sich Innenverteidiger Mats Hummels verstärkt in die Offensive einschaltete, wurden die Gäste etwas gefährlicher.

Dortmund verspätet aus der Kabine

Die Dortmunder schienen in der Kabine großen Gesprächsbedarf zu haben, denn zur zweiten Halbzeit erschienen die Gelb-Schwarzen leicht verspätet. Der BVB trat nun aber deutlich aggressiver auf, und Henrich Mchitarjan hatte in der 49. Minute die Führung auf dem Fuß.

Die Berliner kamen dagegen kaum noch in die gegnerische Hälfte, bei einem sehenswerten Konter in der 78. Minute hätte Stürmer Salomon Kalou aber das 1:0 erzielen müssen.

Alle Bundesligaspiele gibt es live und kostenlos in unserem Sportradio SPORT1.fm. Entweder mit der kostenlosen SPORT1.fm-App oder auf www.sport1.fm.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel