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Bremen - 1899 Hoffenheim spielt in Bremen mit Schwung und auf Sieg, am Ende springt aber nur ein Punkt heraus. Dennoch macht der Vorletzte unter dem neuen Trainer einen lebhaften Eindruck.

Erstes Spiel, erster Punktgewinn: Dem Trainernovizen Julian Nagelsmann ist mit 1899 Hoffenheim beim Tabellennachbarn Werder Bremen ein Achtungserfolg gelungen.

Der mit 28 Jahren bislang jüngste Bundesliga-Chefcoach kam mit den abstiegsbedrohten Kraichgauern an der Weser zu einem nicht unverdienten 1:1 (1:1) und stoppte vorerst die sportliche Talfahrt. "Am Ende des Tages war es ein Punktgewinn für uns. Bremen hatte bessere Chancen als wir", sagte Nagelsmann bei Sky. "Nach der Gelb-Roten Karte war es schwer, nochmal Zugriff aufs Spiel zu bekommen." Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (77.) (DATENCENTER: Tabelle)

Nagelsmann schickte die mit im Schnitt 23,7 Jahren jüngste Hoffenheimer Startelf seit zwei Jahren aufs Feld, ließ Kevin Kuranyi ganz zu Hause. Zudem stellte er auf eine Dreier-Abwehrkette um.

Bremen kommt nicht voran

Die Hanseaten sind damit weiterhin seit August vergangenen Jahres ohne Sieg vor eigenem Publikum und konnten sich in der Tabelle nicht entscheidend verbessern. "Wir haben uns schwer getan, gerade in den Anfangsminuten der beiden Halbzeiten", sagte Bremens Kapitän Clemens Fritz. "Die Hoffenheimer haben das gut gemacht, wollten immer durch die Mitte spielen und haben versucht, durch den steilen Pass zum Erfolg zu kommen."

Erst vor vier Tagen hatten sie sich mit einem überraschenden 3:1-Sieg bei Bayer Leverkusen für das Halbfinale des DFB-Pokals qualifiziert. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Gäste nutzten ihre einzige klare Einschussmöglichkeit in der ersten Halbzeit zur Führung. Nach einer präzisen Flanke von Tobias Strobl war  Kramaric mit einem platzierten Kopfball erfolgreich (10.).

Djilobodji gleicht aus

180 Sekunden später fiel der Ausgleich durch Innenverteidiger Papy Djilobodji, dessen Schuss noch von Ermin Bicakcic abgefälscht wurde (13.). (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Im nicht ganz ausverkauften Weserstadion gingen die Platzherren in der Folgezeit mit ihren Torchancen zu leichtfertig um.

So scheiterte Fin Bartels mit einem Schrägschuss am Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann (29.), 60 Sekunden später konnte Djilobodji den Keeper nicht per Kopfball aus kurzer Distanz überwinden.

Großer Aufwand von beiden Teams © SPORT1

Nach dem Seitenwechsel richteten sich die Norddeutschen offensiver aus, Levin Öztunali ersetzte Alejandro Galvez.

Aber da auch Hoffenheim sich mehr nach vorne orientierte, wurde die Begegnung abwechslungsreicher. Nach exakt einer Stunde verpasste Anthony Ujah die mögliche Bremer Führung.

Zerfahrene Schlussphase

Danach wurden die Aktionen hüben wie drüben immer zerfahrener, und der Druck auf Hoffenheim wuchs.

Eine Minute nach Kramarics Platzverweis traf Djilobodji per Kopfball den Pfosten.

Nagelsmann, Nachfolger des am Mittwoch wegen gesundheitlicher Probleme zurückgetretenen Trainer-Haudegens Huub Stevens, verfolgte die Partie 90 Minuten lang stehend in der Coaching Zone. Seine Anweisungen waren sparsam, nur selten gestikulierte er mit den Armen.

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