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Köln - Kölns Manager Schmadtke findet harte Worte nach der Pleite gegen die Hertha. Die bejubelt dank Ibisevic den ersten Rückrundensieg und bleibt auf Europapokal-Kurs.

Im Heimspiel gegen Hertha BSC wollte der 1. FC Köln den schlechten Eindruck der Derby-Niederlage vom vergangenen Wochenende bei Borussia Mönchengladbach vergessen machen. 

Daraus wurde aber nichts. Mit dem 0:1 (0:1) kassierten die Rheinländer die zweite Pleite in Folge und müssen nun wohl endgültig die Träume von einem Europapokal-Platz begraben. (DATENCENTER: Die Tabelle)  

Doch im Gegensatz zum 0:1 in Gladbach mischte sich zur Enttäuschung über die eigene Leistung auch der Ärger über Schiedsrichter Tobias Stieler, der nach einem Handspiel von Per Skjelbred in der 73. Minute dem FC den durchaus berechtigten Elfmeter verweigerte. Dazu scheiterte Anthony Modeste in der 82. Minute am Pfosten. (DATENCENTER: Die Ergebnisse)

Schmadtke: "Das ist extrem"

"Fakt ist, dass wir langsam das Gefühl haben, in der größten Handballarena Deutschlands zu spielen. Bei uns ist das schon extrem mit den Fehlentscheidungen", ärgerte sich Manager Jörg Schmadtke bei Sky. Dabei hatte er sich eigentlich vorgenommen, die Leistungen der Unparteiischen nicht mehr zu kommentieren. (TICKER: Das Spiel zum Nachlesen)

Schließlich hatte er das in dieser Saison schon einmal getan - und war wegen seiner "Eierkopp"-Kritik prompt zu einer Geldstrafe verdonnert worden.

Trainer Peter Stöger verkniff sich dagegen jegliche Kritik am Unparteiischen und ging mit seiner Mannschaft ins Gericht. "Es war kein gutes Spiel. Und dann ist es in der Bundesliga so, dass du keine Punkte mitnehmen kannst", sagte der Österreicher.

Auch Kölns Kapitän Matthias Lehmann war enttäuscht: "Bis auf das Gegentor war das okay von uns. Nach der Umstellung auf die Viererkette waren wir auch wieder griffiger. Dass wir dann am Ende trotzdem verlieren, ist einfach zum Kotzen." Kölner liegen mit 29 Punkten im sicheren Mittelfeld, haben 2016 allerdings erst ein Spiel gewonnen.

Hertha feiert ersten Rückrundensieg

Die Hertha feierte indes den ersten Liga-Erfolg nach zwei Monaten und bleibt damit im Rennen um die Champions-League-Plätze. Das Überraschungsteam von Trainer Pal Dardai festigte damit den dritten Tabellenplatz hinter Bayern München und Borussia Dortmund. Vedad Ibisevic (43.) sorgte mit seinem siebten Saisontor für Erleichterung bei den Gästen. (Pal Dardai ist am Sonntag ab 11 Uhr zu Gast im Volkswagen Doppelpass LIVE im TV auf SPORT1)

"Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit alles unter Kontrolle. Zum Schluss war dann auch etwas Glück dabei, aber insgesamt war der Sieg verdient", sagte Dardai. 

Mit 39 Zählern hält die Hertha die Verfolger Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach (beide 35) hinter sich und darf weiter von der direkten Qualifikation für die Königsklasse träumen.

Die Hertha war mit gemischten Gefühlen angereist, und zu Beginn des Spiels war den Gästen das auch anzumerken. Zum Abschluss der herausragenden Hinrunde hatten die Hauptstädter den FSV Mainz geschlagen (2:0), starteten dann aber mit vier Unentschieden und einer Niederlage ins Jahr 2016.

Der Auftakt bot dann zwar durchaus unterhaltsame Momente, das lag allerdings vor allem an den Gastgebern. So verfehlte Kölns Mergim Mavraj (3.) das Hertha-Tor so knapp, dass die Stadionregie schon die ersten Takte der Torhymne abspielte. Bis zur 19. Minute dauerte es, ehe die Hertha ihren ersten gefährlichen Abschluss durch Salomon Kalou verzeichnete.

Köln und die Hertha im statistischen Vergleich
Köln und die Hertha im statistischen Vergleich © SPORT1

Hertha wirkt reifer

Im Spielverlauf fanden die Berliner dann eher zu der guten Organisation, die sie in der Hinrunde stark gemacht hatte, und noch vor der Pause traf Ibisevic nach Vorarbeit von Kalou überlegt ins lange Eck. In der zweiten Hälfte bestätigte sich das Bild. Die Hertha wirkte reifer und überlegter, Chancen ergaben sich dennoch auf beiden Seiten, das Spiel blieb ausgeglichen.

Beste Berliner waren Ibisevic und Genki Haraguchi, bei Köln überzeugten Mavraj und Kapitän Matthias Lehmann.

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