vergrößernverkleinern
Harald Zirngibl wurde 1999 zu dreinzehneinhalb Jahren Haft verurteilt
Harald Zirngibl wurde 1999 zu dreinzehneinhalb Jahren Haft verurteilt © SPORT1-Grafik Paul Haenel / Getty Images / dpa Picture Alliance

München - Der FC Bayern wird seit mehreren Wochen erpresst. Der Täter droht mit Bomben und Drohnen, er fordert Bargeld und Diamanten. Dann nimmt die Polizei den "Besenstiel-Räuber" fest.

Der FC Bayern ist seit mehreren Wochen erpresst worden. Das bestätigte die Münchener Polizei SPORT1.

Demnach ging in der Faschingswoche beim Rekordmeister ein Schreiben ein, in dem eine Million Euro in Bargeld und zudem Diamanten im Wert von zwei Millionen Euro gefordert wurden, erklärte Polizeisprecher Oliver Timper auf SPORT1-Nachfrage.

(FC Bayern bei Juventus Turin in der Champions League ab 20.15 Uhr im LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im TICKER, ab 19.50 Uhr Thema im Bitburger Fantalk im TV auf SPORT1)

Mehrmals Kontakt mit dem Täter

Der Täter drohte demnach "mit allerlei Ideen", sprach von Drohnen und Bomben, die hochgehen könnten.

Bei der Münchner Polizei wurde eine Ermittlungsgruppe gegründet, mehrmals kam es zum direkten Kontakt mit dem Täter.

Am Montagabend erhärtete sich dann der Verdacht, dass es sich beim ihm um eine polizeibekannte Person handeln könnte: Harald Zirngibl – auch bekannt als "Besenstiel-Räuber", "Gentleman-Bankräuber" und "Trachtenhut-Bankräuber".

Wegen 17-fachen Bankraubs verurteilt

1999 war Zirngibl wegen 17-fachen Bankraubs zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der heute 63-Jährige wurde am Montag in den späten Abendstunden festgenommen und gestand im Verhör die Vorwürfe. Im Laufe des Dienstags wird er dem Haftrichter vorgeführt. Der Vorwurf: Versuchte räuberische Erpressung.

Es ist davon auszugehen, dass Zirnbigl in Untersuchungshaft kommt.

Buch über kriminelle Karriere

Zirnbigl hatte 2011 sogar ein Buch über seine kriminelle Karriere veröffentlicht: "Ich war der Besenstiel-Bankräuber: Mein gescheiterter Traum".

"Besenstiel-Bankräuber" wurde er von den Medien genannt, weil er Geiseln einsperrte und die Tür mit einem Besenstiel blockierte.

Zudem sagte er bei seinen Überfällen grundsätzlich "Bitte" und "Danke" - deshalb der Spitzname "Gentleman-Bankräuber ". Wegen seiner Kopfbedeckung bei den Taten wurde er zudem als "Trachtenhut-Bankräuber" tituliert.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel