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Nach sechs Spielen ohne Sieg gelingt dem Hamburger SV der Befreiungsschlag
Nach sechs Spielen ohne Sieg gelingt dem Hamburger SV der Befreiungsschlag © Getty Images

Hamburg - Nach sechs Spielen ohne Sieg gelingt dem Hamburger SV gegen Borussia Mönchengladbach endlich wieder ein Dreier - und das auch noch trotz eines Rückstands.

Kollektives Aufatmen beim Bundesliga-Dino: Der Hamburger SV hat seine Ergebniskrise beendet und im Abstiegskampf drei Big Points gesammelt.

Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia besiegte Borussia Mönchengladbach mit 3:2 (2:1) und feierte damit nach einer Sieglos-Serie von sechs Spielen einen ungemein wichtigen Erfolg.

Die Hanseaten ließen sich auch vom frühen 0:1-Rückstand durch Fabian Johnson (14.) nicht beirren und drehten noch vor der Pause binnen drei Minuten die Partie (Die Highlights des Spiels zum Nachlesen im TICKER).

Hinteregger trifft ins eigene Netz

Zunächst profitierte der HSV von einem Eigentor von Martin Hinteregger (38.), dann markierte ausgerechnet Artjoms Rudnevs (41.) bei seinem Startelf-Debüt das 2:1.

Für die Entscheidung sorgte Joker Ivo Ilicevic (80.), Raffael gelang nur noch der Anschlusstreffer (88.).

Für die Borussia wird die eklatante Auswärtsschwäche allmählich zum Problem. Seit vier Spielen wartet das Team von Coach Andre Schubert in der Fremde inzwischen auf einen Dreier und fiel erstmals seit dem zehnten Spieltag wieder aus den Europacupplätzen.

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HSV mit Startproblemen

Dem HSV war die Verunsicherung von den Rückschlägen der vergangenen Wochen zunächst deutlich anzumerken (Die Daten des Spiels im Datencenter).

Nach vorne ging wenig, hinten präsentierten sich die Norddeutschen beim Gegentor schläfrig. Erst nach dem Rückstand wachten die Gastgeber auf, erkämpften sich ein Übergewicht und drehten die Partie durch ein klares Chancenplus verdient.

Im Volkspark waren zunächst jedoch alle Augen auf Josip Drmic gerichtet. "Ich treffe alte Kumpels und gute Freunde. Auf einmal stehst du ihnen gegenüber und gibst alles gegen sie, um zu gewinnen. Das ist schon besonders", sagte der Stürmer, der bis vor zwei Wochen noch für die Fohlen gespielt hatte, vor der Partie und unterstrich: "Wichtig ist, dass wir erfolgreich sind."

Drmic scheitert an Sommer

Danach sah es anfangs vor 56.706 Zuschauern allerdings ganz und gar nicht aus. Nachdem der bemühte Schweizer Nationalspieler bei der ersten Hamburger Offensivaktion mit einem Schuss an seinem Landsmann Yann Sommer im Borussen-Kasten gescheitert war, ging es auf einmal blitzschnell in die andere Richtung.

Über Raffael landete der Ball auf dem rechten Flügel bei Thorgan Hazard, dessen Flanke Johnson aus kurzer Distanz zur verdienten Gladbacher Führung über die Linie drückte.

Bereits vier Minuten später hätten die Hanseaten ausgleichen müssen. Nach einem kapitalen Ballverlust von Borussen-Kapitän Granit Xhaka standen plötzlich vier (!) Rothosen allein vor dem Gäste-Kasten - vertändelten in Person von Lewis Holtby allerdings kläglich.

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Slapstick-Einlage als Weckruf

Die ungewollte Slapstick-Einlage entpuppte sich für die Hausherren jedoch als Weckruf.

Labbadias Elf wirkte nun deutlich entschlossener, setzte den Gegner schon in dessen Hälfte permanent unter Druck und kam zu Chancen.

Fast logische Folge war der Ausgleich. Nach einer Ecke köpfte Innenverteidiger Cleber zunächst an die Latte, bevor Hinteregger den Nachschuss von Gideon Jung unhaltbar in die lange Ecke abfälschte.

Hazard vergibt Ausgleich

Dann schlug die Stunde von Rudnevs. Der Lette, den Labbadia für den zuletzt formschwachen Pierre-Michel Lasogga in die Startelf befördert hatte, lief Oscar Wendt nach einem weiten Ball von Keeper Rene Adler auf und davon und vollendete eiskalt in die lange Ecke.

Im zweiten Abschnitt blieben die Hamburger das bessere Team, verpassten aber trotz Chancen von Drmic (53.) und Rudnevs (75.) zunächst das vorentscheidende dritte Tor zu erzielen.

Für die im zweiten Abschnitt schwachen Rheinländer vergab Hazard freistehend die größte Möglichkeit zum Ausgleich (74.), wenig später erzielte der eingewechselte Ilicevic das 3:1, ehe Raffael noch einmal verkürzte.

In der Schlussphase wurde es turbulent. Die Fohlen warfen alles nach vorne, auch Keeper Yann Sommer ging mit in den gegnerischen Strafraum - doch letztlich vergeblich.

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