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Borussia Dortmund v 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Hoffenheims Sebastian Rudy sieht in der zweiten Halbzeit glatt Rot © Getty Images

Dortmund - Der BVB liegt gegen Hoffenheim trotz Dominanz lange zurück. Dann sieht Torschütze Rudy an seinem Geburtstag Rot - und Tuchels Wechsel erweisen sich als Glücksgriffe.

Borussia Dortmund hat seine letzte Titelchance dank eines späten Sturmlaufs mit Müh und Not erhalten.

Der BVB rang Abstiegskandidat 1899 Hoffenheim sechs Tage vor dem Duell mit Bayern München in Überzahl mit 3:1 (0:1) nieder und liegt weiterhin acht Punkte hinter dem Tabellenführer. (Die Tabelle der Bundesliga)

Hoffenheim kassierte trotz einer lange Zeit sehr konzentrierten Leistung im dritten Spiel die erste Niederlage unter Trainer Julian Nagelsmann. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Rudy am Geburtstag mit Tor und Rot

Sebastian Rudy (26.) traf für die Gäste an seinem 26. Geburtstag und war dennoch der Unglücksrabe - seine Rote Karte (58.) löste die Wende aus.

Der müde BVB drehte das Spiel mit späten Treffern durch Henrikh Mkhitaryan (80.), Adrian Ramos (85.) und Pierre-Emerick Aubameyang (90.+2). Für den Top-Torjäger der Borussia war es der 22. Saisontreffer. (Alle Highlights des Bundesliga-Spieltags ab 22.15 Uhr in Bundesliga - Der Spieltag im TV auf SPORT1)

"Am Ende war es wie im Handball, wir haben um den Sechzehner herumgespielt und auf die Lücke gewartet", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei Sky. Nationalspieler Kevin Volland meinte: "Klar war es nach der Roten Karte schwer, wir haben nicht mehr genug Entlastung bekommen."

Baumann: "Rote Karte war spielentscheidend"

Torwart Oliver Baumann war sich sicher: "Die Rote Karte war spielentscheidend."

Die Gastgeber hätten nach sechs Heimsiegen in Serie selbstbewusst aufspielen können, waren aber langsam und wenig zielstrebig. Die Fehlpässe waren kaum zu zählen. Stattdessen trat Hoffenheim spielstark, flexibel, gefährlich auf, wenn auch auf Konter bedacht. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Nach einigen guten 1899-Szenen zuvor schoss Kevin Volland aufs Tor, Bürki ließ den Ball vor die Füße von Rudy prallen - 0:1, Dortmunds erstes Gegentor nach 418 Minuten. Drei Minuten später rettete Bürki vor 81.359 Zuschauern glänzend gegen Volland, über den fast jeder Angriff der Gäste lief.

BVB-Kapitän Hummels fehlt verletzt

Von Dortmund kam kreativ wenig, kein Vergleich zu den Sturmläufen der Hinrunde. Tuchel hatte Ilkay Gündogan wegen der Folgen eines Infekts zunächst auf der Bank gelassen, Nuri Sahin gab sein Bundesliga-Comeback nach exakt einem Jahr. Neven Subotic verteidigte für Mats Hummels, der Probleme mit dem Hüftbeuger hat.

Die Umstellungen waren zu bemerken. Erst nach 35 Minuten entwickelte der BVB in seinem 39. Saison-Pflichtspiel etwas mehr Druck, spätestens jedoch an der Strafraumgrenze kam der Pass ins Nichts oder in den Fuß des Gegners.

Gündogan bringt neuen Schwung

Besonders Shinji Kagawa fand selten den besser postierten Mitspieler, Marco Reus und Aubameyang waren auch deshalb ausgeschaltet. In der 42. Minute hatte Reus mit einem Freistoß die erste wirkliche BVB-Chance.

Dortmund und Hoffenheim im Datenvergleich
© SPORT1

Tuchel, der Nagelsmann einst beim FC Augsburg II trainierte und als Spielbeobachter einsetzte, brachte Gündogan daher doch - und damit auch die Wende. Nur 135 Sekunden nach seiner Einwechslung traf der Nationalspieler nach einem Sololauf bereits den Pfosten.

In einer turbulenten Phase scheiterte auf der Gegenseite Mark Uth aus zwei Metern am ausgestreckten Bein Bürkis (49.).

Mkhitaryan und Ramos drehen das Spiel

Ansonsten fiel dem BVB drei Tage nach dem Sieg beim FC Porto (1:0) weiter wenig ein. Die Linien fanden keine Bindung zueinander, Hoffenheim stand eng, kompakt und stellte zwei Riegel vor den eigenen Strafraum. Gelegentliche Konter brachten Entlastung, nach dem Platzverweis wurde 1899 endgültig eingeschnürt.

Oliver Baumann im Tor der Gäste hielt mehrfach stark, Hoffenheim dem Druck in Unterzahl letztlich jedoch nicht stand. Erst traf Mkhitaryan nach einer kurz ausgeführten Ecke freistehend aus halblinker Position auf Vorlage von Gündogan, kurz darauf drehte Joker Ramos die Partie mit einem sehenswerten Kopfball.

Als Hoffenheim noch einmal alles nach vorne warf, durfte auch Dortmunds Top-Torjäger noch jubeln: Mkhitaryan bediente Aubameyang nach einem Konter maßgerecht, der Gabuner musste nur noch einschieben.

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