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Fabian Johnson rettete Borussia Mönchengladbach einen Punkt beim FC Augsburg © Getty Images

Augsburg - Borussia Mönchengladbach kommt beim FC Augsburg nicht über ein Unentschieden hinaus. Zu Beginn der zweiten Hälfte überschlagen sich die Ereignisse.

Nachdem sie das überaus spektakuläre 2:2 (0:1) ein Stück weit verarbeitet hatten, waren sich die Vertreter des FC Augsburg und von Borussia Mönchengladbach weitgehend einig.

"Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber unser Auftritt war keine Selbstverständlichkeit nach dem Spiel am Donnerstag", sagte FCA-Trainer Markus Weinzierl drei Tage nach dem Aus in der Europa League beim FC Liverpool.

Und Gladbachs Sportdirektor Max Eberl meinte: "Mit dem Unentschieden können wir sehr gut leben. Ich glaube, es ist ein gerechtes 2:2 auf hohem Niveau mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Augsburg hatte einen klaren Plan gegen uns und hat sehr robust gespielt."

Einzig Borussen-Coach Andre Schubert bemängelte "einen Tick zu viel Risiko" bei seiner Mannschaft, kam im Sky-Interview aber dennoch zum Schluss, ein "gerechtes Remis" in einem abwechslungsreichen und intensiven Spiel gesehen zu haben. (Alle Highlights des Bundesliga-Spieltags ab 22.15 Uhr in Bundesliga - Der Spieltag im TV auf SPORT1)

Gladbachs Augsburg-Fluch hält an

Vielleicht waren die Gladbacher auch angesichts ihrer bis dahin so mauen Bilanz in Augsburg zufrieden mit dem Zähler: Auch im fünften Auftritt bei den Fuggerstädtern reichte es nicht zum Sieg. In dieser Saison holte die Borussia in der Fremde bislang nur elf Punkte in elf Begegnungen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Augsburg bleibt dagegen heimschwach: In den letzten neun Partien zu Hause gab es nur einen Sieg. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 beträgt vier Punkte. (Die Tabelle der Bundesliga)

Drei Tore in fünf Minuten

Gladbachs Torjäger Raffael hatte die Gäste mit seinem zehnten Saisontreffer in der 33. Minute in Führung gebracht. Alfred Finnbogason (50.) und Caiuby (53.) drehten das Spiel, ehe Fabian Johnson (55.) zurückschlug.

Der Isländer Finnbogason hätte in seinem zweiten Bundesligaspiel zum Mann des Tages avancieren können, traf in der Nachspielzeit (90.+3) jedoch nur den Pfosten.

Die Gladbacher atmeten auf - und freuten sich über das Comeback des Nationalspielers Patrick Herrmann. Der 25-Jährige kam in der 68. Minute zu seinem ersten Einsatz seit fast fünf Monaten, in denen er wegen eines Kreuzbandrisses gefehlt hatte. "Es ist ein geiles Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen", meinte Herrmann.

Weinzierl wechselt durch

Weinzierl hatte sein Team nach der Partie in Liverpool gleich auf fünf Positionen verändert. Bei Gladbach fehlte im Gegensatz zum jüngsten 1:0 in Köln nur der gesperrte Lars Stindl.

Der FCA zog sich zunächst zurück und lauerte auf Fehler der Gladbacher. Dies hätte in der 16. Minute fast geklappt, als Finnbogason nach schwerem Patzer von Havard Nordtveit alleine aufs Tor der Borussia zusteuerte, Torwart Yann Sommer ausspielte, aber von Andreas Christensen noch abgelaufen wurde.

Pech hatte der FCA, als Raul Bobadilla in der 21. Minute den Pfosten traf.

© SPORT1

Nach vorne sah das Spiel der Borussia besser aus. Fehlte zunächst noch die letzte Konsequenz und Präzision, nutzte Raffael einen Fehler von Paul Verhaegh eiskalt aus. Hitz war machtlos.

Der FCA ließ jedoch nicht nach und hätte vor der Pause durch Dominik Kohr und Bobadilla noch ausgleichen können.

Johnson kontert Finnbogason

Nach dem Wechsel erhöhte der FCA den Druck und wurde prompt belohnt. Nach Flanke von Verhaegh traf Finnbogason erst per Kopf, dann hatte Sommer bei einem Flachschuss von Caiuby keine Abwehrmöglichkeit.

Doch während sich die Augsburger noch über die Wende freuten, war Johnson zur Stelle und traf zum Ausgleich, an dem sich trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten nichts mehr änderte.

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