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Außenverteidiger Ricardo Rodriguez (r.) trägt seit 2012 das Trikot des VfL Wolfsburg © SPORT1-Grafik/Getty Images

SPORT1-Experte Thomas Strunz analysiert die fallende Formkurve des VfL Wolfsburg und die jüngsten Auftritte des FC Bayern. Hertha-Trainer Pal Dardai beeindruckt ihn.

Hallo Fußball-Fans,

wenn der VfL Wolfsburg das Selbstverständnis der letzten Saison hätte, wären im Spiel gegen den FC Bayern einige Chancen reingegangen. Es war trotz des 0:2 am Ende ein ordentlicher Auftritt, aber insgesamt hinken die Niedersachsen den Erwartungen hinterher. In der Champions League haben sie viel mutiger gespielt. In der Bundesliga ist es dagegen eher zäh.

Ricardo Rodriguez beispielsweise spielt weit unter seinen Möglichkeiten. Er steht exemplarisch für die schwache Formkurve beim VfL. Bei Andre Schürrle habe ich den Eindruck, dass er unbedingt etwas ganz Besonderes machen will. Da kommt man manchmal in eine Spirale, aus der es schwer ist, wieder rauszukommen. Und dann fehlt auch die Zustimmung in der Mannschaft.

Generell gilt für den VfL aber: Das sind alles Lernprozesse, die ein Verein durchmachen muss. Eine ähnliche Situation hatte Dortmund letztes Jahr auch.

Zu den Bayern muss ich sagen: Das sind nicht die, die wir noch vor einem halben Jahr gesehen haben, als sie alle Mannschaften 6:0 besiegt haben. Sie wirken nicht so fit, auch schon beim Champions-League-Spiel in Turin haben sie überpowert.

Beeindruckend präsentieren sich dagegen nach wie vor die Herthaner. Sie müssen die Welle nutzen, auf der sie jetzt reiten. Es war eine mutige Entscheidung, Thomas Kraft aus dem Tor zu nehmen und durch Rune Jarstein zu ersetzen. Sie zeigt aber auch, dass Trainer Pal Dardai solche Dinge durchzieht. Und genau dadurch verschafft er sich auch Respekt.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Berthold ab.

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